Sportpark Lamberg: Vandalen am Werk!

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Auf der Internetseite „Wassereisenland - Industriekultur in Südwestfalen“ (und an vielen weiteren Stellen im Netz) ist das Tenniscenter Sportpark Lamberg noch unter „Attraktionen“ geführt. Wohl treffender ist da wohl schon der Eintrag in einem Internet-Forum, wo die ehemalige Tennishalle wie folgt beschrieben wird: „Das Gebäude steht seit 1998 leer“. Nur der nachfolgende Zusatz „es ist nicht viel kaputtgemacht worden“ wurde längst von der Realität überholt. Denn am Lamberg waren Vandalen am Werk!
Der ehemalige Sportpark am Lamberg bietet aktuell ein mehr als schockierendes Bild: alle Fensterscheiben eingeschlagen, Spuren von Lagerfeuern an verschiedenen Stellen erkennbar, herausgerissene Stromleitungen und zerstörtes Mobilar. Und das Ganze ist auch noch frei zugänglich, sodass sich die verlassene Tennishalle in letzter Zeit zu einem im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlichen Abenteuerspielplatz und Treffpunkt für Kinder und Jugendliche entwickelt hat.
Von dem Brennpunkt und gleichzeitigen Schandfleck weiß auch die Stadt Hemer. „Das Ordnungsamt ist regelmäßig vor Ort“, heißt es aus der Pressestelle, „doch natürlich ist keine 24-Stunden-Bewachung möglich.“ Inzwischen sei die Angelegenheit der Abteilung Bauordnung übergeben und ein Anhörungsverfahren gegen den Eigentümer eingeleitet worden, in dem er aufgefordert werde, kurzfristig seiner Verkehrssicherungspflicht nachzukommen und das Grundstück gegen unbefugtes Betreten zu sichern. Alternativ käme aufgrund der massiven Zerstörungen wohl nur noch ein Abriss der Halle in Frage - doch das kann teuer werden!
Zumal auch kein neuer Investor für das weitläufige Gelände der ehemaligen Tennisanlage in Sicht ist. Im Internet wird das 8.497 m² große Grundstück mit zwei großen Hallen und einem Restaurantgebäude noch für 250.000 Euro angeboten.
Ende 2011 schien sich noch eine Wende zum Guten für den früheren Sportpark Lamberg anzubahnen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr sprach sich für eine Bebauungsplan-Änderung aus, um einem interessierten Investor die Möglichkeit zu geben, neben einer Wiederaufnahme des Sportbetriebes (Beachvolleyball und -soccer) auch eine große Spielhalle mit Sportwetten und Gastronomie zu errichten.
Doch der Investor ist längst abgesprungen und ein neuer nicht in Sicht. So können die Vandalen wohl noch länger ungestört ihr zerstörerisches Werk verrichten.

Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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