Wechsel an der Spitze

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Gabriele Henter will mehr Fachkräfte für das Handwerk gewinnen. (Foto: IG Bau)

Wechsel an der IG-BAU-Spitze im Revier: Gabriele Henter ist zur Vorsitzenden des Bezirksverbands Bochum-Dortmund gewählt worden und damit auch für Herne zuständig. Die 62-Jährige übernimmt den Posten von Heinz Wessendorf. Die Gewerkschaft vertritt die Interessen von rund 20000 Reinigungskräften und 8000 Bauarbeitern zwischen Selm und Witten.

„Ganz oben auf der Agenda steht auch in Zukunft der Einsatz für die Beschäftigten in unseren wichtigen Branchen – dem Baugewerbe, der Gebäudereinigung, dem Dachdecker- und Malerhandwerk bis hin zur Floristik und zum Gartenbau“, sagt Henter. Nur durch gute Löhne und Arbeitsbedingungen werde es gelingen, in Zukunft Fachkräfte für das Handwerk zu gewinnen. Außerdem setzt sie auf einen starken Schulterschluss zwischen Haupt- und Ehrenamt in der IG BAU.

Henter, die seit 40 Jahren gewerkschaftlich aktiv ist, kam über die Fachhochschule zur IG BAU. Als Ingenieurin in einem Architekturbüro ist sie regelmäßig auf Baustellen in der Region unterwegs. Dort bringe sie Vorarbeiter, Bauleitung und dem Bauherr ins Gespräch, erklärt Henter – „damit fachlich alles sitzt“. In der Gewerkschaft kümmert sie sich besonders um die Anliegen der Angestellten. Außerdem engagiert sich Henter bei der IHK in Dortmund und Bochum, wo sie Prüfungen etwa für angehende Bauzeichner abnimmt.

Ihr Wissen will sie nun in den Bezirksvorsitz einbringen – und die IG BAU noch stärker öffentlich platzieren. „Das Ehrenamt ist eine schöne Aufgabe, denn man stellt sich in den Dienst der Beschäftigten.“ Neue zupackende Hände könne man im Ruhrgebiet gut gebrauchen.

Außerdem kündigt die neue Bezirkschefin an, sich in politische Debatten einzumischen. Im Wahljahr stehe aus Sicht der Beschäftigten viel auf dem Spiel. Von der Reform der Arbeitslosenversicherung über die Eindämmung prekärer Jobs bis hin zur Zukunft der Rente – die IG BAU werde bei all diesen Themen ein Wort mitreden. Dazu gehöre auch eine klare Absage an Populisten von rechts.

Quelle: IG Bau
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