Die Rechnung "rollt"

In Zukunft mehr Zeit für die Kunden: Andreas Meise (links) und Dominik Lasarz. 
WB-Foto: Detlef Erler
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Mehr Service und mehr Transparenz versprechen die Stadtwerke. Erreichen wollen sie das mit einer zeitlichen Umstellung ihrer Endabrechnung über Strom, Gas und Wasser.

„Künftig erhalten die Herner Kunden ihre Endabrechnung nicht mehr alle zu Jahresbeginn, sondern je nach Stadtgebiet über das Jahr verteilt“, kündigt Andreas Meise an, der bei den Stadtwerken verantwortlich für Vertrieb und Marketing ist. „80 bis 85 Prozent der Energieversorger setzen bereits auf das rollierende Verfahren.“
„Rollierend“ bedeutet: Zähler-Ablesung und Abrechnung werden je nach Stadtgebiet auf 23 „Portionen“ verteilt. Erstmals gibt es transparente Rechnungen mit Vergleichs-Beispielen.
Bislang verschicken die Stadtwerke jährlich 160.000 Abrechnungen in einem eng umgrenzten Zeitraum. Etwa ein Viertel aller Kunden meldet sich nach dem Erhalt mit Fragen und Problemen. Die Rückfragen treten also „extrem geballt“ auf. „Durch die Entzerrung der Abrechnung“, betont Dominik Lasarz, Leider des Kuncencenters am Berliner Platz, „verringern sich die Wartezeiten für die Kunden und wir haben erheblich mehr Raum für die individuelle Beratung – ob persönlich oder telefonisch.“
2013 erhalten Kunden ihre Endabrechnung noch zu Beginn des Jahres. Zum Beispiel in Baukau gibt es die nächste Endabrechnung bereits am 17. April. Verkürzte Abrechnungszeiträume können in der Umstellungsphase zu Nachforderungen führen. Abschlagstermine, die auf der Jahresrechnung 2012 mitgeteilt wurden, enden früher.
Die Jahres-Vorausleistung (drei Prozent Bonus) wird nicht ausgezahlt, sondern mit der neuen Jahres-Vorausleis-tung verrechnet. Ab 2014 läuft dann alles ganz normal nach dem rollierenden System.
Die Termine für Ablesung und Abrechnung in 23 Stadtgebieten erfahren Kunden unter www.stadtwerke-herne.de/ablesung bzw. -abrechnung. Mehr Infos: 02323/592 555. Die Ableser der Stadtwerke kündigen sich per Aushang im jeweiligen Hausflur an.
Eine Besonderheit in Herne ist wohl die Art und Weise der Rechnungs-Bgleichung: Zwar lassen drei Viertel der Kunden Abschlags- und Endabrechungsbeträge von ihren Konten abbuchen, aber immerhin 25 Prozent zahlen bar ein – einige von ihnen jeden Monat mit kostenlosen Überweisungsträgern der Sparkasse.

Autor:

Bernhard W. Pleuser aus Essen-Kettwig

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