Förderverein beschenkt Kinder mit Wasserspielplatz

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Katja Moseler, Peter Meißel, Kay Burchard, Nadine Gerdes, Nadine Sielemann, Andrea Impekoven und Nicole Steinbeck (v.l.n.r.).
 
Der neue Wasserspielplatz wird gut angenommen: Katja Moseler / „visioneblu . Mediendesign“, freut sich mit den Kindern der Kindertageseinrichtung Sankt Marien in Herten-Langenbochum.
Herten: Kindertageseinrichtung St. Marien |

(Herten) Am 5. Juli 2013 wurden in Herten-Langenbochum echte Kinderträume war. Die katholische Kindertageseinrichtung Sankt Marien erhielt einen eigenen Wasserspielplatz. Ermöglicht wurde die Anlage durch die ehrenamtliche Arbeit des Fördervereins Traumfabrik.

„Es gibt wohl kein Kind, das nicht das Spielen mit Wasser und Matsch liebt,“ ist Nicole Steinbeck, die Schatzmeisterin beim Förderverein Traumfabrik e.V., überzeugt. „Was liegt da näher, als einen Wasserspielplatz zu bauen und Kindern den Umgang mit dem nassen Element nahe zu bringen?“ Die 35-jährige Hausfrau und Mutter von drei Kindern weiß, wovon sie spricht. „Also ich habe als Kind selbstverständlich an Bächen meine Dämme gebaut, Schiffchen fahren lassen und einfach rumgeplanscht. Das sollten Kinder heute auch dürfen.“ Der 1. Vorsitzende des Vereins, Peter Meißel, stimmt ihr da vollkommen zu und ergänzt: „Selbst wenn Kinder es dürften, sie könnten es heute leider oft nicht. Weil kanalisierte Bäche gefährlich sind. Oder weil Matsch und Schlamm in Haus und Garten von den Eltern nicht geduldet werden. Oder, oder, oder.“ Der 45-jährige Krankenpfleger und Vater eines Sohns hatte daher gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen bereits bei Gründung des Fördervereins einen Plan gefasst. „Wir wollten für unsere Kindertageseinrichtung Sankt Marien ein großartiges Projekt anstoßen und Gelder für einen Wasserspielplatz sammeln. Unser Ziel war es, den Kindern mit einer Pumpe, mit Wasserrinnen und einem richtigen Matschbecken, Freude am Rumpatschen und Spritzen zu ermöglichen.“

Gesagt, getan? Nein, denn so leicht sollte die Umsetzung des Projekts nicht sein. Neben der eigentlichen Planung des Spielplatzes durch die rund 30 Mitglieder des Fördervereins sowie mit enormer Unterstützung der Kirchengemeinde Sankt Maria Heimsuchung als Träger der Einrichtung war das liebe Geld wichtigstes Thema. „In Zeiten klammer Gemeindekassen stellt die Ansprache weiterer Sponsoren die größte Herausforderung dar,“ erklärt Kay Burchard, der 2. Vorsitzende der Traumfabrik. Denn ohne weitere finanzielle Hilfe wäre das Projekt nicht zu realisieren gewesen, führt er weiter aus. „Was uns sehr geholfen hat, das ist unsere einheitliche, professionelle Außendarstellung. Mit unserem Logo, den Fyern, Banner, Postern und insbesondere unserer Homepage-Gestaltung gewinnen wir Sympathie für unsere Ziele. Und die Qualität unserer ehrenamtlichen Tätigkeit spiegelt sich darin deutlich wider.“ Wer glaube, dass sei für einen Förderverein übertrieben, der irrt, ist Burchard, 50-jähriger Vater von drei Kindern, überzeugt. „Es kämpfen zahlreiche Elterninitiativen oder Fördervereine um die Gunst der wenigen regionalen Sponsoren. Da entscheidet oft der erste Eindruck darüber, wem schließlich Geldmittel zur Verfügung gestellt werden.“

Doch gutes Grafikdesign für die positive Selbstdarstellung des Vereins hätte gewöhnlich einen stolzen Preis. Wie erfreulich also, dass sich im engeren Bekanntenkreis mit Katja Moseler eine studierte Mediendesignerin befand, die sich gerne der Problematik annahm. „Unser ehrenamtliches Engagement nutzt nicht nur den Kindern von Sankt Marien, sondern irgendwie der ganzen Gesellschaft,“ würdigt die 34-jährige Jungunternehmerin die aktive Unterstützung durch die Traumfabrik. „Darum unterstütze ich gerne, wo ich kann – mit meiner Arbeitskraft und meinem Know-how aus Werbung und Design.“ Für den Förderverein hat sie das überzeugende und ansprechende Layout mit dem schlafenden Kind auf der Wolke entworfen und war mit ihrer professionellen Arbeit am großen Erfolg der Sponsorensuche beteiligt. „Mich freut es, dass ich helfen konnte. Ich wünschte mir allerdings, dass deutlich mehr Unternehmen – auch gerade die kleinen und mittelständischen – solche Projekte wie den Wasserspielplatz fördern würden.“

Beim diesjährigen Sommerfest der Kindertageseinrichtung konnten die 64 Kinder erstmals den Wasserspielplatz nach Herzenslust für sich erobern. Alle Eltern, die Betreuer und Sponsoren freuten sich bei der Einweihung über den nassen Spaß – fast genau so wie die Kinder von Sankt Marien selbst. Schließlich steckt in jedem von uns ein Kind.
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