Unfallgefahr an Schulen

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Kinderfreundin Beate Kleibrink erklärt den Kindern die Verkehrssituation vor der Schule. (Foto: Stadt Herten)

„Es ist alles voller Autos“, „Kein Kind kann mehr über die Straße laufen“ – Die Erstklässlerinnen und Erstklässler wissen, wie es vor ihren Schulen aussieht. Durch das Projekt „Wir sehen nichts – Kein Parken vor Schulen“, das die Kinderfreunde seit 2003 jedes Jahr durchführen, soll sich dieser Zustand ändern.

Akute Unfallgefahr durch Sichtbehinderung – Parken vor Schulen ist ein großes Problem. An einigen Hertener Grundschulen ist die Situation äußerst kritisch. Die Kinderfreunde der Stadt Herten besuchen deshalb auch dieses Jahr Schulklassen und sensibilisieren Kinder für die Verkehrssituation vor den Schulen. Dabei geht es den Kindefreunden vor allem darum, dass die Kinder das Gelernte an ihre Eltern weitergeben.
Die Schulanfängerinnen und -anfänger beschreiben den Kinderfreunden, wie es ist, zur Schule zu laufen, was sie sehen und unterwegs erleben: „Ich trainiere meine Beine, wenn ich laufe“, „Ich habe die Sonne und ein Eichhörnchen gesehen“ und „Ich laufe mit meiner Freundin schon alleine“. „Die Kinder erleben viel Positives auf dem Weg zur Schule. Doch das endet abrupt, wenn sie die zugeparkte Straße überqueren müssen“, so Beate Kleibrink von den Kinderfreunden. Hier werde die Verkehrslage für viele Kinder unübersichtlich.
Den Gefahren im Straßenverkehr wollen die Kinderfreunde vorbeugen: Durch Rollenspiele und kleine Aufgaben sollen die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie wichtig es ist, beim Queren der Straße eine freie Sicht auf den Verkehr zu haben. Nur so kann man den Verkehr beobachten und von den Autofahrern gesehen werden. „Wenn sie die Problematik erlebt haben, können die Kinder sie auch erkennen“, erklärt Beate Kleibrink.D ie Kinder bekommen eine Hausaufgabe: Sie soll die Eltern bitten, sich klein zu machen und hinter ein Auto zu hocken. So erfahren die Eltern, wie schwierig es ist, eine Straße neben parkenden Autos zu überqueren. Aus vielen Gesprächen mit Eltern weiß die Kinderfreundin, warum Eltern ihre Kinder zur Schule fahren: „Zum einen ist es die Sorge, dass die Kinder die Verkehrssituation noch nicht erfassen können, zum anderen der Zeitdruck.“ In einem Elternbrief, den die Kinderfreundin entwickelt hat, werden diese Sorgen aufgegriffen und Trainingsmöglichkeiten zur größeren Verkehrssicherheit der Kinder aufgezeigt. Das Projekt wird zusätzlich durch eine Plakataktion vor den Schulen unterstützt.
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