COntraPipeline Demo Hilden, 02.11.2013

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COntraPipeline Demo Hilden, 02.11.2013
Hilden: Alter markt |

Langenfeld, Hilden am heutigen Tage

Es war einmal ein schöner Wald, und eines Tages wurden dort einfach Bäume gefällt. Das war vor rund 7 Jahren. Meine Frau kam damals aus dem Wald von ihrem Morgenspaziergang mit unseren Hunden schockiert zurück.Da hörte ich das erste Mal von diesem äußerst seltsamen Pipelineprojekt. Zuerst waren es nur Gerüchte, hier und da meinte der eine oder andere Dies und Das und Jenes gehört zu haben. Dann platzte die Bombe, die RP lud zu einem Diskussionsabend mit der Fa. Bayer Material Sciences ein.
Bayer hatte dieses Projekt in aller Stille soweit als möglich vorangetrieben. Doch das öffentliche Interesse an diesem Projekt wuchs von Tag zu Tag, und so trat Bayer die vermeintliche Flucht nach vorn an. Es muss eine Menge Lobbyarbeit gekostet haben den damaligen Landtag durch die Bank dermaßen ein zu lullen so dass das für diese besondere Art von Pipeline erforderliche Rohrleitungsgesetz in der gewünschten Form den Landtag passieren konnte... Und eh Bayer sich versah sah sich der Konzern gewaltigem Widerstand gegen ihre Giftgasleitung gegenüber. Ärzte, Bürger, Kommunalpolitiker, Landräte, und peu a peu auch Landtagsabgeordnete waren gegen diese Pipeline.
Nur der damalige Regierungspräsident Jürgen Büssow fand das alles halb so wild und so kam es zu jener fast schon legendären Aussage: "Es ist natürlich gefährlich wenn das Gas ausströmt und Sie stehen daneben. Dann fallen Sie natürlich um und sind auch tot."

Es wurden Klagen über Klagen gegen die Pipeline und das gesamte Drumherum eingereicht. Bis heute - also in 7 Jahren - gab es bislang 29 Planfeststellungsänderungsanträge jedweder Art.
Es geht hierbei in erster Linie um all die Mängel, die bei und während des Leitungsbaus auftraten. Und ein Ende scheint nicht in Sicht !!!
Außerdem sind noch eine Reih von Klagen und Verfahren anhängig. Daran kann auch die Pressearbeit die Bayer vermehrt in der letzten Zeit betrieben hat, nicht wirklich etwas ändern.
So kamen heute wieder rund 1000 Demonstranten tief im Süden dort wo Hilden beginnt, zusammen um gegen den schleichend-drohenden Tod in Form von CO (Kohlenmonoxid !!!) zu demonstrieren, um ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit schlicht und einfach einzufordern, zumal dieses Recht nebenbei von unserer Verfassung als besonders schützenswert angesehen wird.

© Text und Fotografien Chr.Niersmann
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7 Kommentare
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 02.11.2013 | 22:51  
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Christoph Niersmann aus Hilden | 03.11.2013 | 00:54  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 03.11.2013 | 08:05  
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Christoph Niersmann aus Hilden | 03.11.2013 | 11:36  
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Heidi Palazzo aus Hilden | 03.11.2013 | 21:34  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 03.11.2013 | 22:02  
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Christoph Niersmann aus Hilden | 03.11.2013 | 23:07  
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