ESC-Vorentscheid: Luxuslärm-Frontfrau Jini Meyer über Erwartungen und Chancen

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Luxuslärm-Frontfrau Jini Meyer sprach mit dem STADTSPIEGEL über die Teilnahme am ESC-Vorentscheid.

Am Donnerstag, 25. Februar, tritt die Letmather Band Luxuslärm beim Vorentscheid zum ESC (Eurovision Song Contest) an. Der STADTSPIEGEL sprach mit Frontfrau Jini Meyer.

Wie ist es zu Eurer Teilnahme am Vorentscheid gekommen?

Jini: Unsere Plattenfirma Universal hatte uns gefragt, ob wir uns das vorstellen könnten. Klar, haben wir gesagt, das wäre eine super große Ehre. Als dann der Anruf kam, dass wir dabei sind, war ich total überrascht. Unglaublich, dass die Jury uns ausgewählt hat!

Welche Chancen rechnet Ihr Euch aus?

Ich würde mir wünschen, dass wir es unter die Top 5 schaffen - das wäre toll! Und wer es auf einen der ersten beiden Plätze schafft, darf seinen Song noch ein zweites Mal spielen - das wäre natürlich riesig! Aber egal, wie es ausgeht: Allein die Chance zu haben, mitzumachen - das ist toll! Man erreicht so unglaublich viele Leute.

Kennt Ihr die anderen Teilnehmer?

Jamie-Lee kenne ich von „The Voice of Germany“, Avantasia und Gregorian sagten mir etwas. Die anderen musste ich googeln. Oft kennt man ja andere Bands bereits zum Beispiel von Festivals. Wir haben aber noch mit keinem der Künstler gespielt, die beim Vorentscheid dabei sind. Es wird auf jeden Fall ein breites Spektrum geboten von Schlager über Hiphop, Songwriter bis zu melodic rock oder RockPop, für den wir stehen. Jeder Künstler hat da seinen eigenen Status und steht für sich.

„Allein die Chance zu haben, mitzumachen - das ist toll!“



Ihr nehmt mit „Solange Liebe in mir wohnt“ teil. In welche Richtung geht der Song musikalisch und inhaltlich?

Unsere Songs behandeln immer Themen, die uns interessieren und berühren. Und das ist jetzt die Flüchtlingskrise. Wir versuchen aber immer, unsere Message, ich sag mal, charmant zu verpacken - nicht mit erhobenem Zeigefinger rüberzubringen. Deswegen lassen wir vieles offen, sodass sich jeder ein eigenes Bild machen kann. Mal eine Hand zu reichen oder ein Lächeln zu schenken, auch im ganz persönlichen, engen Umfeld, bei sich selbst - das wäre ein guter Anfang. So kann man dazu beitragen, dass die negativen Stimmen nicht hochkochen.

Bereitet Ihr Euch besonders auf den Auftritt am 25. Februar vor?

Nee, eigentlich nicht. Wir werden versuchen, es wie immer zu machen - die Bühne auszufüllen und zu bestehen. Und auszublenden, dass so viele Leute vor den Fernsehern sitzen. Das ist eher eine mentale Sache. Wir sind eine gute Live-Band und wissen, was wir können.

Ihr habt 2012 bereits beim Bundesvision Song Contest teilgenommen - hilft so eine Vorerfahrung?

Klar, irgendwie schon. Man kann sich schonmal die Dimensionen vorstellen, obwohl jetzt natürlich alles noch größer sein wird. Aber man muss nicht von jetzt auf gleich ins kalte Wasser springen. Und wir haben immer den Vorteil, dass wir eine Band sind, die viel live spielt.

Was passiert, wenn es nicht gut läuft?

Wenn wir den letzten Platz machen sollten, wäre das kein Weltuntergang - das Leben geht weiter. Aber das ist nicht unser Plan. Ich glaube, der Druck ist auch eher da, wenn es wirklich klappen sollte und wir tatsächlich beim ESC für Deutschland antreten. Beim Vorentscheid überwiegen eher die Gefühle, dass es cool ist, dabei zu sein.
Kurz vorher wird die Nervosität natürlich steigen. Aber das ist normal.
Für mich ist es nicht nur ein Job, ich liefer´ nicht einfach nur ab. Da gehört Lampenfieber dazu und ich finde es auch ganz wichtig, dass man sich das behält, dass es nicht zur Routine wird. Die Jungs stehen hinter mir, und unsere Fanbase unterstützt uns - das weiß ich sehr zu schätzen!
Außerdem gibt´s uns im Februar seit zehn Jahren: Wir haben also auf jeden Fall einen Grund zum Feiern!
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