Bürgerinformation zur Sanierung der Ihmerter Landesstraßen / Ampel oder Minikreisel?

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Planungsamtsmitarbeiter Albrecht Buscher erläuterte den rund 50 Zuhörern die verschiedenen Planungen zur Umgestaltung der innerörtlichen Kreuzung.

"Es geht heute nicht mehr um das Ob, sondern um das Wann und Wie", stellte Alexander Tüshaus als Sprecher des Bürgervereins "Wir in Ihmert" gleich zu Beginn der Infoveranstaltung zur Sanierung der Ihmerter Landesstraßen klar.

Gleichzeitig betonte Tüshaus in Richtung der rund 50 interessierten Ihmerter in der Evangelischen Kirche, dass man die Veranstaltung "unbedingt als Chance sehen solle, um seine Wünsche und Anforderungen an die Planungen zu formulieren."
Auch Hemers Bürgermeister Michael Heilmann ließ es sich nicht nehmen, der Informationsveranstaltung beizuwohnen. "Diese Veranstaltung ist für mich ein wichtiges Zeichen - zum einen, dass wir als Verwaltung es mit der versprochenen Bürgerbeteiligung ernst meinen und zum anderen, dass es mit der Straßensanierung in Ihmert endlich losgeht."
Der erste Teil der folgenden Informationen blieb dann Michael Neumann, zuständiger Projektleiter bei Straßen.NRW, vorbehalten. "Wir werden im ersten Bauabschnitt zunächst mit rund 600 - 700 m Deckensanierung im Bereich zwischen Elfenfohren und der Gaststätte Tütebelle beginnen", so der Straßenbau-Experte. Die Maßnahme solle noch vor den Sommerferien nach dem Motto "Schnell rein und auch schnell wieder raus" erfolgen. "Dazu ist aber an zwei Wochenenden eine Vollsperrung des entsprechenden Streckenabschnitts erforderlich."
Doch für die Ihmerter Autofahrer kommt es in diesem Jahr noch "dicker". "Ebenfalls noch vor den Sommerferien beginnen wir mit dem Bau der neuen ,Schikane' zur Geschwindigkeitsreduzierung auf der Westendorfstraße vor dem dortigen Ortseingang", erläuterte Michael Neumann, bevor anschließend in den Sommerferien auch dort die Straßendecke außerorts bis zum Abzweig nach Kesbern erneuert werde. "Dazu ist allerdings eine Vollsperrung in den gesamten sechs Ferienwochen unumgänglich."

Sechs Wochen Vollsperrung


Im zweiten Teil der Infoveranstaltung ging es dann um die innerörtlichen Überplanungen und weiteren Fahrbahnsanierungen, deren Planung die Stadt Hemer für Straßen.NRW übernommen hat. Planungsamtsleiter Christian Schweitzer warb zunächst um Verständnis, dass die Sanierungsmaßnahmen aufgrund von begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen nicht "in einem Rutsch" erledigt werden können. "Wir sind bestrebt, möglichst viel möglichst schnell umzusetzen, aber es ist eben nicht alles sofort möglich." Immerhin seien für die nächsten drei Jahre für Straßensanierungen im Bereich Ihmert 900.000 Euro in den Haushalt eingestellt - sofern er denn verabschiedet wird.Zusätzlich hat die Bezirksregierung eine Förderung in Aussicht gestellt.
Oberste Priorität hätten dabei zunächst der innerörtliche Abschnitt der Westendorfstraße und der Bereich von der Gaststätte Tütebelle jeweils bis zur Kreuzung. "Dementsprechend kommt der Umgestaltung der Kreuzung Westendorfstraße - Ihmerter Straße - Heinrich-Goswin-Straße eine zentrale Rolle zu", erläuterte Albrecht Buscher vom städtischen Planungsamt, "und um hier unsere Planungen zu konkretisieren, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Eine gute Planung soll schließlich die Wünsche der betroffenen Menschen berücksichtigen."

Kreuzungs-Überplanung kommt zentrale Rolle zu


Mögliche Kriterien seien z. B. Lärm- und Geschwindigkeitsreduzierung, ein stetiger Verkehrsfluss, Fußgängersicherheit, Barrierefreiheit, eine attraktive Gestaltung des Dorfkerns oder eine Förderung des Radverkehrs.
Bislang werde noch zweigleisig geplant - zum einen mit dem Erhalt, aber einer kompletten Modernisierung der Lichtsignalanlage und zum anderen dem Bau eines seinerzeit vom Planungsausschuss befürworteten Mini-Kreisverkehrs mit drei Zufahrten und einer notwendigen Verschwenkung der Ihmerter Straße. "Beides sind gute, machbare Lösungen", so Albrecht Buscher, "aber Sie müssen sich für eine aussprechen." Wenn es allein nach dem Votum der anwesenden Ihmerter gehen würde, bliebe es wohl mit ziemlicher Sicherheit bei der bisherigen Version mit einer Ampelanlage - vor allem weil viele von ihnen ansonsten vor allem die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg gefährdet sehen. "Welcher Autofahrer hält denn noch an einem Zebrastreifen?", brachte es ein Ihmerter auf den Punkt.

Alle aktuellen Pläne sind auf der Homepage der Stadt Hemer einsehbar.
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