IS - Kennzeichen wird im Rat diskutiert

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So soll es aussehen: das neue IS-Kennzeichen
Iserlohn: Iserlohn |

Auch wenn der Kreistag es nicht will: Die Forderung nach den traditionellen Kennzeichen IS, AL und LÜD verstummt im Märkischen Kreis nicht. Am 30. September wird der Iserlohner Rat auf Antrag der UWG-PIRATEN einen Antag dazu beraten.

SPD und Piratenpartei hatten bis zur Kommunalwahl in Iserlohn für die Wiedereinführung des IS Kennzeichens geworben. Die Resonanz war groß: Iserlohner wollen ihr "IS" zurück. Kein Wunder: In einer Umfrage in Altena hatten 86% für das traditionelle AL-Kennzeichen votiert.

Mittlerweile stoßen überall die neu zugelassenen alten Kennzeichen auf große Beliebtheit. Ob in Wattenscheid (jetzt Stadt Bochum) das WAT oder im früheren Kreis Lippstadt das LP oder ob in fast Hundert weiteren Regionen in ganz Deutschland: Überall finden die traditionellen Heimatkennzeichen enormen Zuspruch.

Wieder zugelassen werden können die traditionellen Kennzeichen nur, wenn der zuständige Kreis zustimmt. Doch da hakt es bisher. Der Märkische Kreistag hatte im März 2013 den Wunsch nach IS, AL und LÜD abgelehnt: Angeblich gäbe es den Wunsch danach gar nicht.

Der neue Antrag im Iserlohn Rat


Die Fraktion UWG-PIRATEN beantragt nun im Iserlohner Rat folgenden Beschluss:

"Der Rat der Stadt Iserlohn spricht sich nachdrücklich für die Wiederzulassung des traditionellen KfZ-Kennzeichens IS aus.
Er fordert den Kreistag auf, seinen ablehnenden Beschluss in dieser Sache vom 22.03.2012 aufzuheben und nicht weiter dem Wunsch sehr vieler Menschen im Märkischen Kreis im Wege zu stehen, mit ihren alten Kennzeichen ihre Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt auszudrücken.
Der Märkische Kreis möge stattdessen die Wiederzulassung der früheren Kennzeichen, darunter IS, beantragen."

In der Begründung schreibt Fraktionsvorsitzender Hans Immanuel Herbers: "Im ganzen Land können die früheren Kennzeichen wieder verwendet werden und werden dankbar angenommen. Die Menschen in Iserlohn verstehen nicht, dass für sie nicht gelten soll, was in ganz Deutschland problemlos ermöglicht wird. Für Iserlohn würde die Wiederzulassung des IS-Kennzeichens eine Stärkung des Zusammenhaltes der Menschen unserer Stadt bedeuten."

Weiter heißt es: "Die Möglichkeit, sich zwischen den Kennzeichen MK und IS zu entscheiden, wäre ein Gewinn an Wahlfreiheit. Sie würde die Verbundenheit mit der eigenen Heimatstadt stärken.

Für das Stadtmarketing bedeutet das IS-Kennzeichen eine spürbare Erleichterung ohne dass damit Kosten verbunden wären. Im Gegenteil: Überall, wo die früheren Kennzeichen wieder zugelassen werden, ist der Zuspruch groß. Damit steigen über die Gebühren die Einnahmen des Kreises."

An die Adresse des Kreises gerichtet schreibt die Fraktion: "Der Kreistag hat seinen Beschluss 2012 gefasst, ohne auf die deutlichen Wünsche der Menschen Rücksicht zu nehmen. Niemand wird durch die gewünschte Wahlfreiheit zu irgendetwas gezwungen. Wir sehen aber andererseits nicht ein, dass eine völlig normale Wahlmöglichkeit unseren Bürgerinnen und Bürgern vorenthalten werden soll."

In der Ratssitzung am 30. September ab 17 Uhr wird der Antrag auf der Tagesordnung stehen. Die Sitzung ist öffentlich.
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1 Kommentar
Peter Dettmer aus Essen-Borbeck | 09.09.2014 | 11:56  
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