Neues Leben im Bahnhof Letmathe: Offizielle Eröffnung am 17. April

Anzeige
Freuen sich auf „neues Leben“ im Bahnhof Letmathe (v.l.): Dirk Wetjen-Schneider (dia-service), Projekt-Koordinator Christophe Hessling, Architekt Manfred Kissing, Martin Ossenberg (Geschäftsführer Iserlohner Werkstätten) und Fabian Tigges, Pressesprecher Diakonie Mark-Ruhr.
 

„Es zieht wieder Leben ein in den Bahnhof Letmathe“, kündigte Fabian Tigges im Rahmen eines Pressegesprächs vor Ort an. „Man kann zweifelsfrei von einem echten Highlight für den Iserlohner Stadtteil Letmathe sprechen.“

Denn nachdem das Gebäude rund 15 Jahre lang leer stand und immer mehr verwahrloste, präsentieren die Iserlohner Werkstätten ab Montag nicht nur ein umfangreiches Angebot für Besucher und Bahnreisende, sondern ermöglichen Menschen mit Beeinträchtigung auch Teilhabe am Arbeitsmarkt.
„Wir waren in der letzten Zeit wie in einem Kokon eingesponnen“, erzählt Martin Ossenberg, Geschäftsführer der Iserlohner Werkstätten: „Weitestgehend unbemerkt von der Bevölkerung haben wir unser Angebot aufgebaut.“

"Bahnsteig 42" schon ab Montag in Betrieb

Dazu gehört das neue Café/ Bistro „Bahnsteig 42“, das ab Montag, 13. April, von Mitarbeitenden der Iserlohner Werkstätten in Kooperation mit dia-service, dem Dienstleister für Gastronomie der Diakonie Mark-Ruhr, betrieben wird. Unter Begleitung servieren und kochen hier Beschäftigte der Iserlohner Werkstätten. Die Speisekarte bietet vieles vom Frühstück über den „kleinen Hunger“ bis zu Kaffee und Kuchen - täglich frisch.
Neben dem neuen Café/ Bistro werden im Bahnhof die fünfköpfige Redaktion des hauseigenen Magazins „caput“, ein Kiosk und verschiedene Kulturangebote integriert. Auch Fahrgastinformationen zu den ABELIO-Zügen soll es geben - aber erst in einer späteren Phase. Eine Außengastronomie sowie eine Boule-Bahn soll es - voraussichtlich ab Mai - auch geben.
20 Arbeitsplätze wurden eingerichtet, „die Mehrzahl davon für Menschen, die behinderungsbedingte Einschränkungen haben“, so Ossenberg. „Wir fokussieren uns auf die besonderen Fähigkeiten dieser Menschen.“ „Wir wollen, dass möglichst viel Arbeiten durch Menschen mit Behinderungen in Eigenverantwortung übernommen werden“, ergänzte Projekt-Koordinator Christophe Hessling (dia-service).

"Hier kommt man zusammen"
„Der wichtigste Aspekt bei der Planung war, keine Enklave zu schaffen, sondern einen Ort der Begegnung: Hier kommt man zusammen.Unser Wunsch ist es, dass der Letmather Bahnhof zum Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger wird - die Rahmenbedingungen haben wir hierfür gesetzt“, sagte Ossenberg. „Das historische Ambiente des Gebäudes von 1860 in Verbindung mit der modernen Art der Arbeitsplätze machen den besonderen Charme des Projektes aus.“
Einen etwa sechsstelligen Betrag haben die Iserlohner Werkstätten selbst investiert, „auch um das Ganze bedarfsgerecht umzusetzen“, erklärte Ossenberg. Einiges - wie z.B. Teile der Kiosk-Einrichtung - wurde auch selbst gefertigt.
In Kooperation mit dem Architekten Manfred Kissing und dem Ressort Soziales der Stadt Iserlohn sind ansprechende Räumlichkeiten entstanden. Rund zwei Jahre sind seit den ersten Umbauarbeiten bis jetzt vergangen. „Wir haben neue Stellen geschaffen und beginnen damit, diesen Stadtteil zu entwickeln“, erklärte Ossenberg.

Live-Musik zur Eröffnung

„Der Bahnhof ist das `Tor´ zu Genna - damit soll der Startschuss für die Entwicklung in ganz Letmathe fallen.“ Lob gab´s außerdem: „Ohne die Unterstützung von Stadt und Politik wäre das alles so nicht möglich gewesen, das war eine richtig gute Zusammenarbeit“.
Am Freitag, 17. April, wird der Bahnhof Letmathe offiziell eröffnet. Während am Vormittag mit geladenen Gästen angestoßen wird, ist ab 15 Uhr alles für ein zünftiges Fest organisiert, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. „Wir bieten Kaffee, Kuchen und Herzhaftes zu Preisen wie zu Dampflok-Zeiten“, kündigte Ossenberg an. Vor dem Bahnhof wird eine Bühne aufgebaut, bis in den frühen Abend wird Live-Musik geboten. Neben „Workers-Delight“ spielen das Akustik-Duo „JonaLisa“ (Gitarre und Gesang) und die Nachwuchsmusikerin Kristine Römer, die einen Mix aus Rock-Pop-Coverstücken verspricht.
Kultur gibt´s aber nicht zur Eröffnung: Unter dem Motto „KAB42“ planen die Iserlohner Werkstätten regelmäßig Veranstaltungen im Letmather Bahnhof. Am 7. Mai treten „blind & lame“ auf: Das sind Kika und Lucy Wilke, die blinde Tochter und die Mutter im Rollstuhl. Ihr Repertoire umfasst eine Reihe internationaler „Musikperlen“, die die beiden von ihren Reisen in Südamerika, Frankreich und Afrika mitgebracht haben. Karten für das Konzert (Beginn um 19.30) gibt´s ab dem 13. April im Bahnhof Letmathe.
1
1
1
1
1
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.