Iserlohn Kangaroos fanden nicht ins Spiel

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Irgendwie war der Wurm drin: Am Samstagabend kassierten die Iserlohn Kangaroos bei den KIT SC Gequos ihre vierte Saisonniederlage. Mit 63:71 (23:17, 8:14, 18:16, 14:24) hatte das Team von Coach Dragan Torbica beim Schlusslicht das Nachsehen. Freilich gibt es viele Gründe, die dabei helfen, die Niederlage zu erklären. Weniger bitter wird sie dadurch dennoch nicht.

Irgendwie haben die Kangaroos in Karlsruhe nicht wirklich ins Spiel gefunden. Dabei begann das erste Viertel recht vielversprechend. Sören Fritze besorgte per Korbleger das 2:0 nach 19 Sekunden, Donte Nicholas legte 24 Sekunden später drei weitere Punkte nach. Ein Auftakt nach Maß eigentlich. Über 7:7 (3.), 9:9 (4.) und 13:13 (6.) konnten sich die Gäste zum Ende des ersten Viertels erstmals eine kleine Führung erarbeiten – und gingen mit sechs Zählern Vorsprung ins zweite Viertel.

Dort riss jedoch der spielerische Faden. Offensiv lief nichts mehr zusammen, nur acht Zähler gelangen den Iserlohnern in den zweiten zehn Minuten. Selbst einfache Würfe fanden nicht mehr den Weg in den Korb der Gequos. Korbleger fielen nicht. Aber auch das Tempo im Spiel der Gäste war nicht hoch genug. Karlsruhe nutzte die Gunst der Stunde, arbeitete den Rückstand ab. Benjamin Kaufhold und Jeremy Black sorgten dafür, dass die zweite Halbzeit bei Null starten würde, in dem sie mit ihren Punkten zum 31:31 -Pausenstand ausgleichen konnten.

Nach dem Seitenwechsel waren die Kangaroos wieder wacher, gedankenschneller. „Eigentlich hatten wir das Spiel im Griff“, sagte Coach Dragan Torbica nach der Partie. Aber die Hausherren kämpften. Sie witterten ihre Chance. Die Chance auf ihren zweiten Saisonsieg. Die Partie wurde zunehmend zäher. Ähnlich wie das Hinspiel. Fünf Minuten vor dem Ende sah es jedoch noch so aus, als würden die Kangaroos den Kopf irgendwie noch aus der Schlinge ziehen können.

Mit zwei Dreiern innerhalb von 34 Sekunden sorgte Sören Fritze für den erneuten Ausgleich (55:55, 35.). Die Schlussphase war spannend, das Spiel stand auf der Kippe – und kippte zugunsten der Gequos. Angeführt von Luka Drezga (22 Punkte) und Aaron Schmitz (18) sicherten sich die Karlsruher den Erfolg.

„Wir haben vor dem Spiel besprochen, dass mir den Ball gut bewegen wollen, schnell spielen wollen. Beides hat nicht funktioniert“, sagte Torbica.

Tempo und Zusammenspiel ließen sich auch nach Spielschluss anhand der Statistiken gut nachvollziehen. Die Kangaroos blieben bei der 63:71-Niederlage ohne (!) Fastbreak-Punkt. Und im Scouting finden sich nur elf Assists. „Und das ist der Grund, warum wir nur 63 Punkte erzielt haben. Zu wenig, um ein Spiel zu gewinnen“, so Torbica.

Schrecksekunden gab es für die Iserlohner, bei denen Sören Fritze (16) und Donte Nicholas (22) die Topscorer waren, allerdings auch: Sowohl Gabriel de Oliveira als auch Nikita Khartchenkov verletzten sich im Spiel gegen die Gequos. Während de Oliveira im weiteren Spielverlauf wieder mitwirken konnte, konnte Khartchenkov nur noch einen Kurzeinsatz absolvieren.

TEAM & PUNKTE
Sören Fritze (16/2 Dreier), Gabriel de Oliveira, Simon Kutzschmar (2), Kristof Schwarz (3/1), Joshua Dahmen, Julian Scott (9), Donte Nicholas (22/4), Nikita Khartchenkov (5/1), Viktor Ziring, Ruben Dahmen (5/1), Deion Giddens (1).

So geht’s für die Kangaroos weiter:
Sa., 16. Dezember, 19.30 Uhr: Iserlohn Kangaroos – Fraport Skyliners Juniors

Pressemitteilung der Iserlohn Kangaroos, 10. Dezember 2017 | Foto: Daniela Fett
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