Eine kleine, beschauliche Müllreise um Pattberg und Müllverbrennung Asdonkshof…..

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…… sollte es werden, doch letzten Endes kam ich vor Begeisterung und Staunen kaum mehr vorwärts. Also, am Anfang war ich doch etwas enttäuscht! Am Rossenrayer See hatte nur ein mutiger Gestalter seinen Renovierungsschutt dekoriert. Rund um den Pattberg, an der Pattbergstraße/Am Pattberg sah es schon wesentlich besser aus. Da gab es neben dem hübschen Grundmüll, der ja überall herum liegt, auch die üblichen Farbeimer, blauen Müllsacke, Bauschutt, Schrankbretter, Plastikmüll, alte Toiletten, zentnerweise gebündelte, nasse Werbeprospekte, bis sich an der A57 ein herrliches und wunderschönes Drecksloch auftat, wo sich außer allem anderen selbst Fensterrahmen und ein Berg Kabelisolation herum lag, also da, wo normal keiner hin kommt. Erstklassig platziert, ich war begeistert. Endlich einmal richtig viele Farbpunkte im Grau der winterlichen Landschaft!
Der Karton mit Styropor, der alte Bildschirm, Farbeimer und sonstiger bunter Unrat auf dem alten Pattbergparkplatz hat mich auch auf wundervolle Art und Weise berührt. Und weiter ging es durch immer wieder wunderschöne Farbtupfer aus blauen Müllsäcken in der Landschaft. Ich war bereits müllglücklich. Doch vollkommen aus dem Häuschen war ich, als ich über Anrathsmünde in den Kohlenhucker Weg kam. Ja was mir da geboten wurde, da ging es ja vor lauter Begeisterung, Farbenfreude und Fotoshooting meinerseits gar nicht mehr weiter vorwärts.

Was haben sich da unsere Müllschweine an Attraktionen, Farbenvielfalt und Mengen einfallen lassen, Respekt! Das muss man sich einfach auf den tollen Bildern ansehen. Da hat sich jedes Müllschwein reichlich Mühe gegeben zufällig, schnell, aber optimal zu gestalten. Ob schwupps, ab über den Zaun in die Brombeeren oder am Wegesrand einfach abgekippt, egal. Von der Farbenpracht könnte man glauben, alle Blumen des Sommers würden blühen. Die gesamte Palette des Mülls, bis auf Möbel und Elektogeäte war dort in großartigen Mengen vertreten. Da haben sich unsere Müllschweine wirklich etwas einfallen lassen. Phantastisch!

Weiter ging das Vergnügen an der Asdonkstraße mit einer Collage aus hundert alten Autoreifen und den üblichen Müllbeuteln klein und groß, Farbeimern, Bauschutt. Wo sollte ich zuerst hin schauen? Es war einfach toll, es war kreativ!
Und in der Sackgasse der Hedgestraße fand ich dann mein persönliches Highlight. Ein beigefarbenes Schrankelement am Brombeerstrauch. Boah geil!
Wirklich etwas für Müllgenießer. Gut dass dieses ganze Zeug nicht bis zur Müllverbrennung Asdonkshof ein paar hundert Meter weiter gebracht worden ist. Es wäre mir vorenthalten worden, mein Auge wäre jetzt ärmer. Mit weiteren Müllkompositionen ging es entlang der Hedgestraße. Am Krummensteg war die Stichstraße hinten bestens zugemüllt und gegenüber der Wald mit Computerteilen gesegnet. Wunderbar!

Enttäuscht war ich nur vom Parkplatz der Zeche Rossenray, der war ja wider Erwarten sauber. Da lag doch sonst immer etwas rum. Unverschämt. Aber dafür konnte sich mein Auge vom alten Friedhof aus auf der Friedrichstraße wieder auf eine bunte und reichhaltige Farbpalette aus Plastik und Glas freuen.
Es war wirklich eine beschauliche und farbenprächtige Müllrunde, die ich mir so schön nicht vorstellt habe, nur maximal 3 km von unserer Müllverbrennungsanlage Asdonkshof in Kamp-Lintfort entfernt, die eigentlich alles annimmt. Eine wirklich empfehlenswerte Tour für Müllgenießer!

Müllschweine kann man doch eigentlich das ganze Jahr über jagen, oder?
Also, Feuer frei auf die Müllschweine, wie auch immer!

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Autor:

Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort

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