An die Töpfe, fertig, los! Kevin Grafen: Zwischen Ehrgeiz, Passion und Sterneköchen

Anzeige
Das Bild zeigt v.l,n.r.: Ramona Kuen, Xandra Bauer, Bernd Nielebock, Alexander Kumptner, Benjamin Glückskind, Maria Pecha-Römer Kevin Grafen. (Foto: Copyright: ZDF/Gunnar Nicolaus)
 
Kevin Grafen ist nicht nur was seine sportlichen Ambitionen angeht ehrgeizig. In der ZDF- Sendung „Küchenschlacht“ kocht er sich diese Woche hoffentlich nicht um Kopf und Kragen.

Es ist das zarte, glänzende Rosa des Lachsfilets, das den perfekten Garpunkt markiert. Es ist weich, leicht glasig und lässt sich fast lamellenartig entblättern.

Der perfekt gegarte Lachs ist ein Gedicht, eine Minute zu lange gewartet und der Traum wird zu einem harten, trockenen Albtraum. Ein Fisch verzeiht keine Unachtsamkeit, die Zubereitung ist auch unter Profiköchen eine der Königsdisziplinen. In diesem Fall auch die Disziplin, die der 27 jährige Sportwissenschaftler Kevin Grafen aus Kamp-Lintfort gewählt hat.
Sie sehen nur ein großes Fragezeichen vor Ihrem inneren Auge. Dann schalten Sie doch einfach diese Woche mal den Fernseher ein. Denn um 14.15 Uhr können Sie den Hobbykoch aus Kamp-Lintfort bei der Küchenschlacht im ZDFin seinem vollen Element sehen.

„Ich war es während meines Studiums leid, immer nur Nudeln mit Tomatensauce zu essen“, sagt der passionierte Sportler, der mittlerweile das Fitnessland Kensho in Neukirchen-Vluyn leitet. „Gesunde und abwechslungsreiche Speisen gehören einfach in ein ganzheitliches Lebenskonzept“, so Grafen weiter. Dabei sind natürlich hochwertige Produkte wie Lachs unverzichtbar. Gute Fette und viel Eiweiß sind gerade bei Sportlern sehr beliebt. Gar nicht mal so leicht, könnte man meinen, wenn man beachtet, dass Kevin seit zwei Jahren ganz ohne Fleisch seinen Speiseplan gestaltet. Was der Auslöser dafür gewesen sei, möchte ich wissen, und staune nicht schlecht, als ich höre, dass es einfach nur eine Wette gewesen sei.
Und überhaubt hat der 27-jährige Kamp-Lintforter eine Menge Ehrgeiz. Vor einigen Jahren nahm er bereits an einer anderen Kochsendung teil: Die Topfgeldjäger. Damals sei er in der ersten Runde herausgeflogen. „Das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen“, erklärt er mir und lacht. Als ich wissen möchte, welchen Platz er gemacht habe, stoße auch ich an meine journalistisch investigativen Grenzen. Kevin musste eine Schweigeklausel unterschreiben, die ihm verbietet, vor Ausstrahlung der Sendung über das Ergebnis zu sprechen.
Doch eines ist schon klar, sollten Sie heute den Fernseher einschalten, können Sie noch erleben, wie er am Herd agiert.

Die Platzierung ist noch geheim


Am Montag hat er bereits aufgetischt und überzeugt: Lachsfilet mit Kartoffelkruste auf Fenchel und Paprikasauce. „Als ich meinen Teller zum Jurorentisch brachte, war ich sehr nervös. Der Lachs war noch ein Ticken zu roh, als ich ihn anrichtete.“ Kevins Glück war der Zeitfaktor. Denn bis sein Gericht verkostet wurde garte der Fisch nach, so dass der perfekte Garpunkt erreicht war. Das sah auch Sternekoch Ali Güngörmüs und gab ihm die Fahrkarte in die nächste Sendung. Zweiter Tag, zweite Challenge. Kevins Projekt: Eine Kürbissuppe mit Knoblauchbrot. Diesmaliger Juror: Mario Kotaska. Und auch ihn konnte Kevin mit seinem Klassiker überzeugen. „Jetzt war ich schon einmal weiter, als beim ersten Mal“, fügt er hinzu und lacht.
Kevins größte selbsterklärte Schwierigkeit ist das Anrichten. Die Kunst, die Speisen so zu drapieren, dass der Gaumenzauber auch zu einem optischen Feuerwerk wird, sieht nämlich in der Regel leichter aus, als man meint. Gerade in der von Kevin bevorzugten mediterranen Küche bietet sich das an. Denn allein die Vielfalt an Gemüse und Kräutern schreit förmlich nach dem kulinarischen Regenbogen auf dem Teller. Auf die Frage, welcher Koch ihm denn besonders gefalle, antwortet er schnell. „Unser Moderator, Alexander Kumptner, war beispielsweise wahnsinnig nett, aber Frank Rosin ist auch einer, der mich begeistert. Er ist direkt und bodenständig und ich find es einfach toll, wenn er manchmal ausflippt. Danach ist ja auch alles wieder gut. Ein echt ehrlicher Typ.“

Und wie wir dort sitzen und über das Essen, Genießen und Kochen fabulieren, glänzen Kevins Augen noch heller. Bei „Grill den Henssler“ habe er zuletzt im Publikum gesessen und im nächsten Jahr wolle er sich bei „Keep the money“ bewerben. Klingt doch ganz danach, als ob wir Kevin noch öfter mal in einer Sendung begegnen könnten. Aber bei all dem Hype um die Sterneköche ist Kevin sehr unaffektiert. Sein Motto: Hauptsache nicht in die Finger schneiden. Sein Lieblingsgericht: Thunfischpizza. Was jetzt noch fehlt ist der Moment, in dem es heißt: Das perfekte Dinner hatten wir bei....
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.