Einmal Antarktis und zurück - ein Gocher im Eis

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Polarlichterspiel in der Antarktis (Foto: S. Christmann)
Diesen Schultag werden die Kinder der Klever Spyckschule so schnell sicher nicht vergessen: Gestern machten sie sich auf den Weg in die Antarktis. Ziel: Die Neumayer-Station III. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit der Spyckschule mit dem Alfred-Wegener-Institut (AWI), der Besatzung der Neumayer-Station III und der Schulsozialarbeiterin Barbara Coppers, Theodor-Brauer-Haus.

„Die Zusammenarbeit ergab sich, weil Rene Pascal Fontes ein Mitglied der 33. Überwinterungsteams auf der Neumayer-Station III ist. Er ist gebürtiger Gocher und gleichzeitig mein Neffe“, informiert Barbara Coppers. Der Gocher ist eines von neun Besatzungsmitgliedern, die cirka 14 Monate in der Antarktis verbringen. In einer Live-Schaltung nahmen gestern die Dritt- und Viertklässler der Spykschule Kontakt zur Neumeyer-Station III auf. „Das Alfred Wegener-Institut lieferte Informationsunterlagen, es gab eine DVD zum Aufbau der Station und eine große Auswahl an Fotos“, so Barbara Coppers.

Warum können Pinguine nicht fliegen? Wie sieht die Stromversorgung auf der Neumayer-Station III aus? Wie wird der Müll entsorgt? Was vermissen die Besatzungsmitglieder in dieser Zeit? Diese und viele weitere Fragen interessierten die Schülerinnen und Schüler sehr. Gestern stellten sich Rene Pascal Fontes, er ist Elektroniker/IT, Barbara Fiedel, Stationsleitung und Ärztin, und Lisa Behrens, Meteorologin, den vielen Fragen der Klever Kinder. „Das war für uns ein ganz besonderes Ereignis“, sagt Barbara Coppers. Und damit die Freude nicht ganz einseitig blieb, hatten die Klever auch eine Überraschung in petto: Rene Pascal Fontes konnte seine Mutter begrüßen. Sie war mit ihrem Ehemann extra aus Langeoog an den Niederrhein gereist. Zum Schluss gab‘s Gutscheine für die Neumayer-Station-III-Besatzung: Döner essen ist angesagt - ein Gutschein, über den sich die Equipe riesig freute. „Ach ja, die Entfernung von Kleve bis zur Neumayer-Station III beträgt 14 100 Kilometer“, informierte Barbara Coppers am Ende der gelungenen Live-Schaltung.
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