Schnellere Genesung durch unbeschwertes Lachen.

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Shihab erfährt die Clown-Therapie im Baby Hospital Bethlehem. (Foto: Meinrad Schade, Kinderhilfe Bethlehem)
 
Chefärztin Dr. Hiyam Marzouqa bei einer Untersuchung. (Foto: Meinrad Schade, Kinderhilfe Bethlehem.)
Das Caritas Babyhospital in Bethlehem ist Hoffnungsträger und Insel des Friedens in Palästina.
Von Jürgen Steinbrücker und Carmen Sibbing (Kinderhilfe Bethlehem).


Langenfeld/Bethlehem. Zweimal im Monat greift Schwester Lucia vom Caritas Babyhospital in Bethlehem zu sonst ungewohnter Kleidung. Mit Ringelsocken und einem bunt verzierten Oberteil, in den Taschen Luftballons und Farbstifte, macht sie sich auf den Weg ins nahe gelegene Hospital, wo sie als Leiterin für Qualitätssicherung und Hygiene arbeitet. Dabei hat sie aber noch eine zweite Beschäftigung und Aufgabe: als Koordinatorin der „Band on Smile“, einer 12-köpfigen Clown-Gruppe des Caritas Babyhospitals. Wenn sie mal wieder in die Rolle des Clowns schlüpft, werden die Kinder von ihren oft schweren Krankheiten abgelenkt, denn Schwester Lucia und ihre Clown-Gruppe sorgen dafür, dass überall gelacht wird. Die wunderbare Clown-Therapie möchte Ängste und Unsicherheiten der kleinen Patienten abbauen, den Kinderseelen Geborgenheit schenken.

Diesmal beginnt Schwester Lucias Tag in der stationären Abteilung des Caritas Babyhospitals. Sie besucht den siebenjährigen Mahmud, der an der nicht heilbaren Cystischen Fibrose leidet. Die Cystische Fibrose bzw. Mukoviszidose ist weltweit eine der häufigsten Erbkrankheiten. In den Lungen und der Bauchspeicheldrüse wird ein zäher Schleim produziert, der zu gefährlichen Infektionen und Verdauungsproblemen führt. Nur aufwendige tagtägliche Inhalations- und Antibiotika-Therapien sowie zeitintensive Physiotherapien halten den kleinen Mahmud am Leben. Als Schwester Lucia und ihre Clown-Kollegen ein Lied anstimmen, leuchten Mahmuds Augen auf. Als Dank singt er ihnen freudig und stolz selbst etwas vor. Für einen Moment hat er seine Sorgen hinter sich gelassen, Liebe und Frieden kehren in seine Seele zurück. Dank der Clown-Therapie hat er Kraft gefunden, weiter gegen seine Krankheit anzukämpfen.

In der von Krisen geschüttelten Region Bethlehem und Hebron leben 500.000 Kinder ohne ausreichende medizinische Versorgung. Unter der Leitung von Chefärztin Dr. Hiyam Marzouqa engagieren sich 18 Ärzte und rund 80 Pflegerinnen hingebungsvoll für die kleinen Patienten. Nach dem Ausbau der ambulanten Klinik werden im Baby Hospital pro Jahr etwa 30.000 bis 35.000 Kinder (ca. 29.000 ambulant und 4.000 bis 5.000 stationär), auf der Kinderintensivstation hunderte Neugeborene behandelt. Das von dem Schweizer Pater Ernst Schnydrig ins Leben gerufene Babyhospital kann auf eine 60jährige Arbeit zurückblicken.

Das Babyhospital Bethlehem zu unterstützen, war vor allem für den früheren Reusrather Pfarrer Werner Köhl und seine Gemeinde ein Herzensanliegen. Sach- und Geldspenden wurden auch bei vielen Gruppen-Reisen unter der Leitung von Pfarrer Köhl direkt übergeben, zuletzt im März dieses Jahres anlässlich einer Reise nach Israel und Jordanien. Auch das jetzige Pfarrerehepaar Christof Bleckmann und Annegret Duffe hat diese Hilfe noch viele Jahre fortgeführt.

Durch eine Spende kann jeder die Arbeit der Kinderhilfe Bethlehem auch persönlich unterstützen.
Spendenkonto der Kinderhilfe Bethlehem im Deutschen Caritasverband, Kennwort Bethlehem, Postbank Karlsruhe, Konto-Nr. 79 26 755, BLZ 660 100 75.
IBAN DE32 6601 0075 0007 9267 55. www. kinderhilfe-bethlehem.de
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Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland) | 09.12.2012 | 10:23  
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