Probleme in der Lüner Bücherzelle an der Borker Straße

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Maren Merten kümmert sich mit Mann Ludger und Tochter Nadja um die Bücherzelle an der Borker Straße 113. (Foto: Daniel Magalski)
Die tollsten Erfindungen bringen nur wenig, wenn sich die Beteiligten nicht an die Spielregeln halten. Das gilt auch für die Bücherzelle an der Borker Straße. Nach zwei Wochen Schließung aufgrund einiger Probleme gibt es aber eine gute Nachricht: Man kann nun wieder Bücher tauschen im gelben Telefonzellenhäuschen.

Das Prinzip der Bücherzelle ist einfach: „Buch rein, Buch raus, Buch lesen“. Auch wer Bücher nicht mehr benötigt, kann sie gerne in der Bücherzelle ablegen. Doch das haben wohl einige Personen übertrieben und „warfen“ einfach haufenweise alte Bücher ungeordnet in die Zelle. „Wir haben zuletzt fast täglich 30 bis 45 Minuten damit verbracht, die Bücherzelle aufzuräumen“, berichtet Nadja Merten, die sich zusammen mit ihren Eltern Ludger und Maren um die Bücherzelle kümmert. Jetzt wird an die Nutzer appelliert Ordnung zu halten. Wenn kein Platz in der Zelle ist, können eben auch keine Bücher mehr hinzugefügt werden.

Probleme gab es in der Vergangenheit auch mit einigen besonderen schwarzen Schafen. „Ein, zwei Personen haben immer sofort die neuesten und guten Bücher herausgenommen, ohne zu tauschen. Da haben wir sogar die Polizei eingeschaltet, als es uns zu bunt wurde“, so Nadja Merten. „Wir wollen die Zelle auf jeden Fall weiter betreiben, aber solche Sachen sind schon ärgerlich.“

Seit rund drei Jahren gibt es die Bücherzelle in Lünen schon. Die Mertens hatten damals eine Telefonzelle im Internet ersteigert, um die Idee der Tauschbücherei zu verwirklichen.
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