Stellungnahme der CDU Fraktion zur "Wasserfreizeit am Kanal"

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Lünen: Stadtmitte | Die CDU wird dem aktuellen Verwaltungsvorschlag P2+ bezüglich der Wasserfreizeit am Kanal nicht zustimmen. Das erklärte der Vorsitzende des CDU-Arbeitskreises und sportpolitische Sprecher der Fraktion, Günter Langkau, auf Anfrage. „In der äußerst prekären Lage der jetzigen Haushaltssituation ist es dem Bürger dieser Stadt schwer bzw. gar nicht zu vermitteln, einerseits ein Freizeitprojekt mit einem städtischen Anteil in 2015 in Höhe von ca. 370.000 Euro und jährlichen Folgekosten von ca. 87.000 Euro zu erstellen“, so Langkau, „und andererseits die Grundsteuer B um 250 Punkte zu erhöhen, eine Belastung für jeden Bürger dieser Stadt.“ Das will die CDU nicht mittragen.
Auch stellt die CDU-Fraktion grundsätzlich den Nutzen der vorgelegten Variante mit Multifunktionshaus, Kiosk und Bootshaus in Frage. So gebe es nach wie vor keine gesicherten Zahlen, wie viele Wasserwanderer (private Kanufahrer) tatsächlich auf dem Kanal unterwegs sind, kritisierte Langkau. Auch lägen keine Informationen darüber vor, wer das verkleinerte Multifunktionshaus nutzt und wer sich um die Vermietung kümmert. Nicht zuletzt sei auch die Frage der Verpachtung des Kiosks sowie dessen Betrieb noch nicht geklärt. „Dies kann jedenfalls nicht Aufgabe der Verwaltung sein“, erklärte Langkau. Vor allem aber müsse man die gesamte Maßnahme vor dem Hintergrund der Tatsache hinterfragen, „dass es 500 Meter weiter im Preußenhafen bereits ein ähnliches Angebot gibt“.
Eine Kostenreduzierung oder Risikovermeidung kann die CDU in dem neuen Verwaltungsvorschlag P2+ ebenfalls nicht erkennen. Zwar verringere sich der Anteil der Stadt einmalig um 38 000 Euro, „die jährlichen Folgekosten bleiben jedoch unverändert bei rund 87 000 Euro“, erläuterte Langkau. Auch sei damit zu rechnen, dass die veranschlagten Baukosten in Höhe von 1,45 Millionen sich noch deutlich erhöhen werden. „Davon geht selbst der beauftragte Sachverständige aus.“
Zu möglichen Alternativvorschlägen will sich die CDU zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern. Man wolle zunächst die endgültige Entscheidung des Ausschusses für Bildung und Sport sowie des Rates abwarten, „da spätestens dann auch die endgültige Meinung des SVL 08 zur Standortfrage vorliegt“.
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