Dr. Norbert Köster wird neuer Generalvikar des Bistums Münster: Kirchenhistoriker folgt im Juli 2016 auf Norbert Kleyboldt

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Dr. Norbert Köster
 

Dr. Norbert Köster (48) wird am 1. Juli 2016 neuer Generalvikar des Bistums Münster. Das hat der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, am 23. Oktober in Münster bekanntgegeben.

Der Kirchenhistoriker tritt im Sommer kommenden Jahres die Nachfolge von Norbert Kleyboldt (72) an, der dieses Amt seit 1999 innehat.

Norbert Köster wurde 1967 in Ibbenbüren geboren und ist in Rheine aufgewachsen. Er studierte Theologie an der Universität Münster und an der Dormition Abbey in Jerusalem. 1993 wurde er von Bischof Reinhard Lettmann zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Sendenhorst und Warendorf. Im Jahr 2000 wurde er Heimleiter im Deutschen Studentenheim in Münster und wurde zum Promotionsstudium freigestellt.

Von 2005 bis 2007 war er Diözesanjugendseelsorger, Diözesanpräses des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) und Leiter der Jugendkirche effata in Münster. 2006 schloss er die Promotion über das Thema "Der Fall Hirscher. Ein ‚Spätaufklärer‘ im Konflikt mit Rom?" ab und 2015 die Habilitation mit dem Titel "Katholiken unter Waffen. Der Vatikan und die Mexikanische Revolution 1923-1929". Parallel ist er seit 2007 in der Pfarrseelsorge in Münster-Kinderhaus und Münster-Sprakel tätig. Seit 2010 ist er am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Universität Münster beschäftigt, zunächst als Wissenschaftlicher Assistent. 2013 wurde er Akademischer Oberrat und 2015 Privatdozent. Seit 2002 ist er Geistlicher Begleiter von Priesteramtskandidaten und angehenden Pastoralreferenten und bietet jährlich Exerzitien für unterschiedliche Gruppen an.

Bischof Genn sagte bei der Bekanntgabe: "Ich freue mich sehr, dass Dr. Köster sich bereit erklärt hat, das Amt des Generalvikars zu übernehmen. Denn dieses Amt gehört sicher zu den herausforderndsten, die es in einem Bistum gibt. Das Kirchenrecht nennt als Voraussetzungen, um es bekleiden zu können: ‚Rechtgläubigkeit, Rechtschaffenheit, Klugheit und praktische Verwaltungserfahrung‘. Ich bin mir sicher, dass Dr. Köster diese Eigenschaften in ausgeprägter Form mitbringt, und freue mich auf die Zusammenarbeit und das Miteinander." Der Bischof wies zugleich darauf hin, dass noch nicht der Moment gekommen sei, Norbert Kleyboldt für seine "herausragenden Verdienste" zu danken: "Das werden wir zu einem späteren Zeitpunkt gebührend tun." Norbert Kleyboldt bleibe noch bis Ende Juni nächsten Jahres im Amt. So sei gewährleistet, dass der künftige Generalvikar seine derzeitigen Verpflichtungen und Aufgaben an der Universität Münster geregelt zu Ende führen könne und dass es einen reibungslosen und guten Übergang gebe.

Norbert Köster unterstrich, dass er sich auf die neue Aufgabe und Herausforderung freue: "Als Bischof Genn mich fragte: ‚Wollen Sie mein Generalvikar werden?‘ war ich zunächst sehr überrascht. Denn ich stand kurz davor, in Linz eine Professur für Kirchengeschichte anzutreten. Das Vertrauen, dass der Bischof in mich setzt und die Verbundenheit mit dem Bistum Münster waren für mich dann aber ausschlaggebend, dem Anliegen des Bischofs gerne zu entsprechen."

Information:

Der Generalvikar steht dem Bischof nach dem Kirchenrecht "bei der Leitung der ganzen Diözese zur Seite". Der Generalvikar ist Stellvertreter des Bischofs und leitet das Bischöfliche Generalvikariat, die zentrale Verwaltungsbehörde des Bistums. Im Generalvikariat in Münster und in den Kreisdekanaten, die zum Generalvikariat dazuzählen, sind derzeit 605 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
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