Neue Kunstausstellung im Marler Rathausfoyer von Monika Jährig

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"Berge - Wälder - Seen" heißt die neue Ausstellung von Monika Jährig, die im Rathausfoyer eröffnet wurde. Darin zeigt die Marler Künstlerin großformatige, abstrakte Landschaftsmalereien.

Bei der Ausstellungseröffnung waren der Direktor des Skulpturenmuseum Glaskasten Marl Georg Elben dabei. Ebenfalls kam zur Eröffnung der Kunstlehrer Eckart Erb von der Galerie am GiL. Die Marler Kulturpolitiker glänzten durch Abwesenheit, bis auf ein Stadtratsmitglied der Bürgerliste WiR für Marl.

Zu den Bildern:

Monika Jährig widmet sich seit Jahren einem klassischen Genre, dem Landschaftsbild, auf neuartige Weise. Die Natur als unerlässliche Inspirationsquelle, als Form- und Ideengeber für Malerei ist wieder hochaktuell. Die Landschaft bietet viel Potential zur Reduktion und Abstraktion als Variante zur klassischen Landschaftsmalerei.

Reisen zu Studienzwecken und zur Motivsuche sind Ausgangspunkt für eine leidenschaftliche Auseinandersetzung mit der Landschaftsmalerei.
Italien als Reiseziel übt dabei immer wieder einen speziellen Reiz aus. Es sind die römische Campagna, die Toscana, aber auch die nördlichen italienischen Gebirge, die sie immer wieder in ihren Bann ziehen, ganz in der Tradition der Klassizisten und Romantiker, die es aus dem Norden nach Italien zog.
Aber auch in den Bergen und Seen Deutschlands und Österreichs findet sie ihre Motive. Zu den Reisezielen gehört auch das übrige europäische Ausland.
Der Bildfindung gehen die direkte Naturbeobachtung sowie die zeichnerische Landschaftsstudie oder auch die „selbst geschossene“ Fotografie voraus. Ausgangspunk für ihre Bilder ist fast immer ein konkretes Landschaftsmotiv, ein konkretes Thema, ein konkreter Bildgegenstand. Das Motiv bzw. das Thema spielt jedoch eine untergeordnete Rolle, es ist zu nächst lediglich Anlass, sich mit den Mitteln der Malerei auseinander zu setzen. Nicht das Bildmotiv, sondern die Malerei selbst steht im Mittelpunkt. In diesen malerischen Prozess fließen Sinneseindrücke aus Reiseerinnerungen, Naturerfahrungen, Stimmungen und die daraus resultierenden Empfindungen und deren Reflexionen mit ein und gehen der bildnerischen Lösung voraus.

In einem längeren Malprozess, der sich über mehrere Monate erstreckt, nutzt sie die Möglichkeiten der Malerei, durch Linie, Farbe und Form, Räumlichkeit und Flächigkeit, Rhythmus und Dynamik des Pinselstriches zu einer eigenen abstrakten Bildkomposition zu gelangen, die vom ursprünglichen Thema wegführt.
Monika Jährig versteht ihre Bilder als Experimente mit Farben und Formen. Sie findet verborgene Strukturen in der Landschaft und macht sie sichtbar durch zahlreiche überlagerte Farbschichten, Schraffuren, Flächen und Linien. Die Bilder bestechen durch den motorisch bewegten Farbauftrag, die expressive Pinselführung und vor allen Dingen durch die Farbintensität und Leuchtkraft. Diese erreicht sie durch die Wahl der Farbmittel. Es ist die klassische, mit reinen Pigmenten selbst angerührte Ei- bzw. Kasein-Tempera oder ein Gemisch daraus, sowie die Ölfarbe. Mit Vorliebe wählt sie große Leinwandformate, die erst aus einer gewissen Entfernung ihre Wirkung freigeben.
Monika Jährigs Bilder sollen keine Geschichten erzählen, sie sollen kein stimmungsvolles Moment transportieren, sie erschließen sich auch nicht auf Grund von Titel und Erklärungen, sie bleiben letztlich pure Malerei.
( aus Webseite www.monika-jaehrig.de/)





Vita

geboren 1948
1983 - 1993 Kunststudium an der Universität Dortmund bei Dr. Joachim Peter Kastner und an der Universität-Gesamthochschule Siegen bei Peter Nettesheim und Wolfgang Nestler
Studienaufenthalte in Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien
Arbeitsgebiete: Malerei, Bildhauerei / Plastik, Zeichnung
Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, Bilder und Auftragsarbeiten im öffentlichen und privaten Besitz sowie Abbildungen in Publikationen und Bildbänden
Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler Westfalen e.V
Mitglied bei ver.di Kunst und Medien
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