Attac* 13. Weltsozialforum in Tunis

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Mit einem demonstrativen Trauermarsch zum Bardo-Museum, dem Ort des
jüngsten Terroranschlags in Tunis, ist am Dienstagabend das 13.
Weltsozialforum eröffnet worden. An der Spitze des vieltausendköpfigen
Demonstrationszugs zogen neben Vertretern der sozialen Bewegungen auch
Angehörige der Opfer und tunesische Politiker hinter einem Transparent
mit der Aufschrift "Die Völker der Welt vereint für Freiheit,
Gleichheit, Soziale Gerechtigkeit und Frieden. In Solidarität mit den
tunesischen Menschen und allen Opfern des Terrorismus, gegen alle Formen
von Unterdrückung" durch die tunesische Hauptstadt.

"Ich sehe in diesem 13. Weltsozialforum hoffnungsvolle Ansätze, dass
sich die sehr unterschiedlichen sozialen Bewegungen schrittweise auf
eine gemeinsame Strategie einigen, wie der neoliberale Mainstream in der
herrschenden Politik zu überwinden ist. Hier in Tunis werden große
Gemeinsamkeiten sichtbar im Widerstand gegen die Krisenfolgen am
Beispiel Griechenlands und in den Kampagnen gegen die erpresserische
Freihandelspolitik am Beispiel TTIP und EPA. Dies macht es möglich, sich
auf ein gemeinsames Vorgehen zu einigen", sagte Hugo Braun vom Attac
Koordinierungskreis und derzeit in Tunis.

Am Mittwochvormittag begannen in der Universität El Manar die ersten der
mehr als tausend Workshops und Konferenzen des Forums. In einem von
Attac Deutschland mitorganisierten Seminar unter dem Titel "Griechenland
auf des Messers Schneide" ging es um Alternativen zur Erpressungspolitik
der EU. In einer Botschaft an die Teilnehmer des Weltsozialforums hatte
der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras festgestellt, dass der
Kollisionskurs seines Landes mit der EU Teil einer gegen die Interessen
der Menschen in Europa gerichteten Politik ist. Er gab der Erwartung
Ausdruck, dass der gemeinsame Widerstand der sozialen Bewegungen diesen
politischen Kurs beenden könne.

Bereits vor dem Forum gab es in Tunis zahlreiche Veranstaltungen zu
aktuellen Themen wie der Verschuldung in Südeuropa und dem im Dezember
in Paris bevorstehen Weltklimagipfel. In einem gemeinsam vom
Europäischen und Afrikanischen Attac- Netzwerk mit der
Rosa-Luxemburg-Stiftung organisierten Seminar beschäftigten sich die
Teilnehmer zwei Tage mit der Freihandelspolitik der EU am Beispiel der
erpresserischen European Partnership Agreements (EPA) mit afrikanischen
Ländern und dem EU-USA-Abkommen TTIP.

Das Weltsozialforum wird am Samstag mit einer gemeinsamen Demonstration
abgeschlossen. Am Sonntag und Montag berät in Tunis der Internationale
Rat des WSF über die Ergebnisse und die weitere Entwicklung der
Forumsbewegung.

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