Evonik-Ausbildung, zehn Jahre ohne meldepflichtigen Unfall im Chemiepark Marl

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(Foto: evonik)
 
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Auszeichnungen hat die Evonik-Ausbildung schon jede Menge erhalten. Versilbert wurde sie bislang aber noch nie. Bis jetzt: Für (mehr als) zehn Jahre ohne meldepflichtigen Unfall gab es den entsprechenden Safety Award des Unternehmens. „Arbeitssicherheit ist nicht nur ein Begriff aus der Arbeitswelt – sie ist auch inzwischen ein Stück gelebte Arbeitskultur geworden“, freute sich Sicherheitsreferent Ferdinand Vortmann, der die Trophäe von Dr. Rainer Kohlen, Corporate ESHQ, entgegennahm.

„Ausbildung und Arbeitssicherheit sind zwei Themen, die unzertrennlich sind“, meinte Dr. Hans-Jürgen Metternich, Leiter der Ausbildung Nord von Evonik. „Schon bei der Einführungsveranstaltung geht es los. Wir machen den Auszubildenden und auch den begleitenden Eltern deutlich, wie wichtig uns das Thema ist. Wir wollen, dass jeder jeden Tag unversehrt zu Hause ankommt.“

Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz starten mit so simplen Dingen wie das regelmäßige Wechseln der Arbeitskleidung („Schließlich stellen wir drei Garnituren zur Verfügung“) und enden mit vielen und intensiven Schulungen.

Das war aber nicht immer so. „Natürlich wurden immer schon Schulungen und Unterweisungen durchgeführt, doch das reicht nicht aus. Es ist eine harte Erziehung, aber Erziehung im positivsten Sinne ist nun einmal eine Kernaufgabe der Ausbildung.“

Noch Anfang des Jahrtausends waren bei den Berufsanfängern vier bis sechs meldepflichtige Arbeitsunfälle die Regel – oft, weil sie sich im Umfeld noch nicht ausreichend auskannten oder jugendliche Leichtigkeit bis in die Ausbildung reichte. „In der Schule klappte es ja, sechs Stufen auf einmal zu nehmen, dabei wird die Wirkung der Schwerkraft oder falscher Beschleunigung hin und wieder unterschätzt. Die Risiken sind im beruflichen Umfeld höher, und darauf gilt es immer wieder hinzuweisen.“

Richtschnur für ein gesundes Arbeitsleben

Seit 2003 gibt es nun in der Ausbildung keinen meldepflichtigen Unfall mehr. Was hat sich geändert in der Vorgehensweise? Alle Auszubildenden werden vom ersten Tag an von den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz begleitet – bei jedem Lehrgang ist die vorbeugende Unterweisung über mögliche Gefahren im Umgang mit Maschinen, Chemikalien, Geräten und Werkzeugen immer dabei, um von vornherein kritische Situationen zu vermeiden.

„Mit unserem Konzept Sicherheitsvertrauensleute beziehen wir seit vielen Jahren die Auszubildenden selbst in die Sicherheitsarbeit ein. Auch um den Weg zum Ausbildungsplatz und wieder nach Hause kümmern wir uns intensiv mit Aktionen wie den Verkehrssicherheitstage oder dem Crash-Kurs für junge Verkehrsteilnehmer, der durch die Polizeidirektion Recklinghausen durchgeführt wird.“

Am Ende sei aber eines entscheidend: „Das Thema Arbeitssicherheit muss immer präsent sein, bei jedem Treppensteigen, bei jedem Transport einer Kiste, vor jedem Arbeitsschritt in einem Lehrgang, in jedem neuen Betrieb und auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause.“

In den letzten zwölf Jahren wurden in Summe im Bereich Ausbildung weit über vier Millionen Arbeitsstunden ohne Ausfalltage erzielt. Die Summe über alle Ausbildungsorte geht weit darüber hinaus.

Standortleiter Prof. Dr. Walter Tötsch bedankte sich für das außerordentliche Engagement und hob die Bemühungen der Verantwortlichen in der Ausbildung hervor. „Sie sind es, die den jungen angehenden Facharbeitern die Richtschnur für ein gesundes Arbeitsleben an die Hand geben.“
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