VfB Hüls mit Biss und Ballgier gegen Bergisch Gladbach

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Hart im nehmen: Michael Oscislawski (r. Trikots) - aber auch im austeilen. Diese Eigenschaften braucht der VfB Hüls im Abstiegskampf.
Die Seilschaft um Martin Schmidt hangelt sich peu a peu aus dem Regionalliga-Tal heraus und sieht jetzt sogar die rettende Plattform am Berg - aber ebenso den Abgrund. Doch am Samstag (14 Uhr) will der VfB Hüls gegen Bergisch Gladbach die nächsten Höhenmeter meistern. Vielmehr: er muss, ansonsten droht erneut der tiefe Fall.

Denn bei einem Fehltritt gegen die ebenfalls abstiegsbedrohten Gladbacher bleibt der wichtige 1:0-Triumph im Kellerduell bei Fortuna Düsseldorf II erneut nur eine Momentaufnahme. Wenngleich eine, die zumindest bis zum Heimspiel am Samstag mächtig Mut macht. Weil die Badeweiher-Elf genau die Argumente mit ihren Stollen aufs Grün zeichneten, die im Kampf um den Klassenerhalt zwingend erforderlich sind: Willensstärke, Einsatzbereitschaft, schlicht leidenschaftliche Maloche am Leder. Und das garniert mit einem frühen Führungstreffer, den die Hülser mit aller spieltaktischen Konsequenz zum Tor des Tages erhoben.

Jubeln über den Einschlag in der sechsten Minute durfte Christian Erwig, der nach einer feinen Kombination mit Mutluer und Vennemann die Kugel eiskalt im Düsseldorfer Gehäuse versenkte. Danach gab‘s lange Zeit mehr Krampf als Kampf, aber der VfB fand in der zweiten Halbzeit wieder seine Linie und somit auch in die Spur zurück.

Der Gegner darf kein Spaß haben

Die talentierten Ballbearbeiter der Fortunen fanden keinen Ansatz mehr, um die kompakte Gäste-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Dafür fuhr die Werks-Elf immer wieder Konter, die allerdings weder Kadir Mutluer noch Erwig aus bester Lage zu einem weiteren zählbaren Erfolg münzen konnten.

Die verbaselten Möglichkeiten waren in dieser Partie nicht mehr entscheidend, aber gegen Bergisch Gladbach muss der VfB das Visier wieder scharf stellen. Denn der Tabellenfünfzehnte meldete sich mit einem 2:1-Sieg gegen RW Oberhausen zurück und hielt somit die drei Zähler Vorsprung gegenüber der Schmidt-Truppe. Vor den Qualitäten des Gegners warnt der VfB-Coach schon im Vorfeld: „Das sind elf Kampfschweine, und wenn man sie lässt, können sie auch noch gut kicken.“

Doch genau darauf wird es vor heimischer Kulisse ankommen: Bergisch Gladbach darf erst gar keinen Spaß an der Partie bekommen. Die Hülser müssen den Spielverderber mimen und mit Biss wie Ballgier das Treiben im Schmuckkästchen an sich reißen. Klartext: ungeschminkter Kampf um jeden Grashalm, den die offensive Kreativ-Abteilung mit Treffern veredelt. Die Marschroute für die nächsten sieben Auftritte und den Klassenerhalt.
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