Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1: "Von Handys und Mördern"

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Was wäre ein guter alter Edgar-Wallace-Film ohne sie?
Nein, ich meine nicht Chief-Inspector, Mörder, Opfer oder Knarre. Ich rede vom Telefon, dem heimlichen Star dieser alten Krimis.
Eigentlich wusste man es schon immer vorher: Sobald jemand - vornehmlich in einer Telefonzelle - zum Hörer griff, segnete er kurz darauf das Zeitliche.
Stellen Sie sich nun mal vor, die Romane ins „Hier und Heute“ zu verlegen. Undenkbar im Zeitalter des Handys! Wie soll man denn, bitteschön, als Mörder jemanden treffen, der - im wahrsten Sinne des Wortes - ständig „mobil“ ist?!
Und der Siegeszug des Handys, dieser Mischung aus Walkman, Navi, PC, Spielkonsole und Notizbuch, mit dem man sogar auch noch telefonieren kann, ist nicht mehr aufzuhalten.
„8,1 Millionen der insgesamt 8,6 Millionen privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen besaßen zu Beginn des Jahres 2013 mindestens ein Handy“, teilte gestern das Statistische Landesamt der Presse mit.
Damit hatten hierzulande erstmals mehr Haushalte ein Handy in Gebrauch als einen Festnetzanschluss.
Wer hätte das im guten alten Schwarz-Weiß-Zeitalter mal gedacht?
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