Flüchtlinge aus Kühllaster gerettet

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Glimpflich endete am Samstagmorgen der Versuch von zehn irakischen Flüchtlingen, von Frankreich aus nach Großbritannien zu gelangen. Die Personen wurden nach dem Ergebnis der kriminalpolizeilichen Ermittlungen gegen Mitternacht von bislang unbekannten Schleusern im Raum Paris in den Laderaum eines Kühltransporters gebracht, ohne dass der in seiner Kabine schlafende portugiesische Fahrer dies bemerkte.
Die Fahrt des Lkw ging jedoch nicht, wie von den Flüchtlingen gewünscht, nach Großbritannien, sondern zu einer in Kempen in der St.Huberter Straße ansässigen Firma. Der Lkw hatte Obst geladen, das bei einer Temperatur von drei Grad transportiert wurde. Die Flüchtlinge dürften sich bis zu ihrer Entdeckung etwa acht Stunden im Laderaum aufgehalten haben. Es handelte sich um fünf Erwachsene und fünf Kinder, darunter ein acht Monate altes Baby.
Ein allein reisender 21-jähriger Mann gab an, dass die „Schlepper“ ihn in Frankreich von seiner Frau und seinem Kind getrennt hatten. Nach den Erkenntnissen der Kriminalpolizei ist seine Familie in Frankreich beim versuchten Grenzübertritt nach Großbritannien ebenfalls entdeckt worden und in Sicherheit.
Die Flüchtlinge in Kempen wurden beim Entladen des Kühlaufliegers durch den Fahrer und das Personal der Empfängerfirma entdeckt. Sie waren zwar durchgefroren, gesundheitliche Beeinträchtigungen konnten jedoch nicht festgestellt werden. Die Flüchtlinge wollten ausdrücklich keinen Asylantrag in Deutschland stellen. Sie wurden zunächst in einer Notunterkunft in Kempen untergebracht und versorgt. Der Lkw-Fahrer wurde nach Abschluss der Ermittlungen auf freien Fuß gesetzt.
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