Von Kamp-Lintfort zum Copa Católica

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Der Schuss von Fabian Thomeyer aus Kamp-Lintfort sitzt – eine gute Vorlage für seine Spielerkollegen.Foto: Michael Bönte

Weltjugendtags-Pilger aus Kamp-Lintfort und Duisburg nehmen an Fußballturnier in Polen teil.

„FC RUHR-POTT!!“ Immer und immer wieder schallt der Fangesang über den Rasenplatz. Dazu wird eine Deutschlandflagge geschwungen und rhythmisch geklatscht. Die Stimmung auf dem Spielfeld und am Spielfeldrand lässt nicht vermuten, dass dort auf dem Platz nur ein notdürftig zusammengestelltes Team aus Kamp-Lintforter Weltjugendtagspilgern Fußball spielt. Längst sollten die Teamkollegen aus Duisburg-Hochheide den Austragungsort der „Copa Católica“ erreicht haben, doch der Zug von ihrer Sammelunterkunft aus braucht länger als erwartet. Die Stimmung trübt das jedoch nicht. Denn schon an dem Fußballturnier am Rande Krakaus teilnehmen zu dürfen, ist eine Ehre: Zusammen mit einer weiteren Mannschaft aus dem Bistum Münster und einer Gruppe aus dem Bistum Trier wurden sie als einzige deutsche Gruppen für die „Copa Cathólica“ ausgewählt.

Sport als Mittel der Völkerverständigung


Zum ersten Mal findet ein internationales Fußballturnier bei einem Weltjugendtag statt. 48 Teams aus der ganzen Welt treten in 20-minütigen Spielen gegeneinander an – aufgeteilt in zwölf Gruppen. Jedes Team musste sieben Spieler und drei Ersatzspieler benennen.
Das erste von drei Spielen haben die Kamp-Lintforter verloren, doch rechtzeitig vor dem Anpfiff der zweiten Runde, diesmal gegen die Franzosen, sind auch die Duisburger Jugendlichen spielbereit. „Wir sind ja flexibel, wichtig ist der Teamgeist“, erklärt Mathias Horn, der an diesem Vormittag die Rolle des Trainers übernommen hat. „Und der stimmt in unserer Gruppe.“
In der gegnerischen Hälfte haben sich sieben Spieler aus Frankreich eingefunden, die gut an ihren orangenen Leibchen erkennbar sind. 20 Minuten lang rennen die Spieler über den Rasenplatz, das Tor fest im Blick. Dabei werden sie lauthals vom Spielfeldrand aus unterstützt. Auch die 17-Jährige Alina Prat-Marques aus Kamp-Lintfort feuert ihre Teamkollegen kräftig an und ist begeistert von der guten Atmosphäre. „Die Stimmung hier ist super, wir können zwar nicht wirklich gut Fußball spielen, aber es zählt ja der Teamgedanke.“ Wenige Minuten später wird deutlich, dass Alina ihre Duisburger Mannschaftskollegen, die im zweiten Spiel größtenteils auf dem Platz stehen, unterschätzt hat. 7:0 steht es beim Schlusspfiff. Großer Jubel bricht auf dem Spielfeld und am Spielfeldrand aus.
Dass es bei diesem internationalen Sportfestival aber weniger auf den Sieg, sondern eher auf das Miteinander und den Spaß ankommt, betont auch Gruppenverantwortlicher Matthias Clesienne: „Sport verbindet und ist ein gutes Mittel zur Völkerverständigung. Auch wenn es Sprachbarrieren gibt, lernt man sich bei solchen gemeinsamen Aktivitäten besser kennen.“ „Fair play“ – ein selbstverständliches Verhalten bei der „Copa Católica“.

Das Miteinander und der Spaß sind das Ziel


So reichen die Jugendlichen aus Frankreich nach dem Schlusspfiff den Kamp-Lintfortern und Duisburgern die Hand und gratulieren. Und bevor sich die Wege am Rasenplatz trennen, wird der Moment des internationalen Teamgeists noch schnell in einem Selfie festgehalten.
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