Bundesverdienstkreuz für Irmgard Schumacher / Ihr Markenzeichen: Überall gute Laune verbreiten

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Aus den Händen von Landrat Thomas Hendele erhielt Irmgard Schumacher das Verdienstkreuz und die Urkunde. Foto: Michael de Clerque
„Na-nä, dat ich dat noch erläwe darf!“, gestand eine sichtlich glückliche und agile 85jährige Irmgard Schumacher, nachdem sie im Ratssaal in Anwesenheit ihrer Familie, Freunde und Weggefährten von Landrat Thomas Hendele mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden war. Sie tat das, was sie am besten kann und wofür ihr Bundespräsident Gauck im Namen des Staates die hohe Auszeichnung anerkannte: Frohsinn und gute Laune verbreiten.

Zuvor hatte Landrat Hendele ihren Lebensweg gewürdigt und dabei an die mehr als drei Jahrzehnte ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in sozialen und kirchlichen Einrichtungen und Organisationen erinnert, in denen sie regelmäßig als Musikerin und Unterhalterin im Einsatz war. Dies waren überwiegend die Bergische Diakonie, der Verein für Rollstuhlfahrer und die Kirchengemeinde St. Gereon und St. Dionysius, wo sie mit ihren musikalischen Beiträgen und humoristischen Einlagen aus dem Veranstaltungsreigen eines Jahres überhaupt nicht mehr wegzudenken ist. Seit Anfang der 80er Jahre unterstützte sie auch die Resozialisierung von Strafgefangenen. Diverse Auszeichnungen hat sie dafür auch schon von Vereinen und Verbänden erhalten.

„Sie ist einer der Menschen, der nie fragt, was andere für ihn tun, sondern was sie für die Gemeinschaft tun kann“, sagte der Landrat, der unterstrich, dass das Verdienstkreuz pro Jahr zwischen fünf und 15 mal im Kreis Mettmann (mit rund 500 000 Einwohnern) verliehen werde – also eine Auszeichnung, die „mit Bedacht und für verdienstvolle ehrenamtliche Arbeit“ überreicht werde.
Bürgermeister Daniel Zimmermann hatte bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste an die Geschichte und den Missbrauch von Orden erinnert und betont, dass unser demokratischer Staat Wege gefunden habe, Mitbürgern für ihr Engagement zu danken und Persönlichkeiten für ihre Vorbildfunktion zu würdigen. Irmgard Schumacher sei zu danken für ihren besonderen Einsatz. Wenn sie auch ihre Tätigkeiten immer bescheiden herunterspiele und ihr ein „so großer Bahnhof“ unangenehm sei, so hätten die Stadt, der Bürgermeister und alle Bürger vielfachen Grund, ihr zu danken.
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Paul Scharrenbroich aus Monheim am Rhein | 24.04.2013 | 15:54  
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