Is ja komisch, so falsche Namen.......Kinder bringen es auf den Punkt

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  komisch, komisch...so viele falsche Namen...


Die Sonne schien herrlich,
daher beschloss Tante Meta mit den Kindern,
ihrer kleinen Nichte und deren Freund in den Park zu gehen.

Sie wusste dass es dort einen großen Spielplatz gab, sogar einen ganz besonderen nämlich einen Matsch-Spielplatz wo Kinder nach Herzenslust mit Sand und Wasser matschen, und sich so richtig austoben konnten.
Klein Elfi hatte wie immer Freund Benni im Schlepptau,
denn die beiden waren unzertrennlich.

So bummelten sie hinter der Tante her, waren fasziniert von jedem Käfer, Frosch, Schnecken oder sonstigem Getier das es sich im Gras bequem machte und kamen auf Grund der vielen Entdeckungen mit großer Verzögerung an besagtem Spielplatz an.
"Ooooh, schau mal Benni da ist ja ein toller Springbrunnen", meinte Elfi begeistert und stürmte gleich los um sich an den plätschernden Wasserfontänen zu erfreuen.
Mitten in einem kleinen Pavillon
stand wirklich ein herrlicher wasserspeiender Brunnen,
Blumen rundherum, Bänken zum Ausruhen, eine fast romantische Oase,
hübsch anzusehen.

"Springbrunnen, du spinnst ja, wo ist denn das ein Springbrunnen",
meckerte Benni mit geringschätzigem Unterton,
den es insgeheim viel mehr zum Sand und den Klettergerüsten zog.

"Neee, Jungs sind doch blöd," zickte Elfie zurück,
etwas erbost darüber dass Benni so begriffsstutzig war.
"Du weißt doch wohl dass es ein Springbrunnen ist,"
kam es nun etwas ungehalten fast schon genervt;
"siehst du nicht wie das Wasser hochspringt,
die verschiedenen Etagen, schau wie hübsch das aussieht,
als würde es auf und ab tanzen."
Ein schräger Blick etwas von unten herauf blitzte die Kleine nun an.

Benni stemmt beide Hände in die Hüften und maulte:
"Dann erklär du mir mal, wo der Brunnen springt, so ein Blödsinn.
Ich sehe nur Wasser das da springt, keinen Brunnen.
Das ist ja vielleicht ein Quatsch, typisch Mädchen,"
kam es aufgebracht und fast etwas empört von Benni.

"Logischer wäre Wassersprung, schau doch, das Wasser springt
und zwar richtig kräftig, wie beim Hochsprung der Männer vielleicht,
stark und kernig.
Dreisprung ginge auch noch zur Not,
denn es hüpft in drei Etagen siehst du das?
Sonst könnte das Ding höchstens noch Springwasser heißen,
dabei wäre das auch gar nicht richtig, das klingt so zögerlich wie beim Wettkampf der Mädchen, die gleich losheulen weil sie keine richtige Kraft haben weit genug zu springen wir wie Jungs," behauptete er
und stampfte, um seine Meinung zu bekräftigen,
nachdrücklich fest auf den Boden.
Zusätzlich warf er sich wichtigtuerisch in seine schmale Brust und fuhr fort,
"das ist doch echt komisch, und für meine Begriffe total verkehrt."

Tante Meta folgte dem Streitgespräch aufmerksam um im Notfall eingreifen,
zu erklären und die Hitzköpfe beruhigen zu können.

Die Kleine stand etwas nachdenklich da,
bohrte den Zeigefinger in ihre Wange und meinte:
"Hahaha du bist echt doof, trotzdem heißt es Springbrunnen."

Nun stampfte Elfie jedoch wütend mit dem Fuß auf
um ihrem Wissen Nachdruck zu verleihen.
Benni hingegen beharrte stur auf seiner Darstellung:
"es muss Springwasser heißen, vielleicht auch Wasserspringer,
am besten Wassersprung oder siehst du hier irgendwo auch nur ein Stückchen vom Brunnen herumspringen, der steht einfach auf seinem Platz,
nur das Wasser hüpft?"

Bei der Vorstellung dass der steinerne Brunnen dort im Park
mit dem sprudelnden Wasser in der Mitte herum hüpfen könnte,
ließ alle kleinen Rechthabereien und Zankereien schlagartig vergessen
und beide Freunde in nicht enden wollendes Lachen ausbrechen.
Erleichtert stimmte Tante Meta mit ein,
und lud beide mal erst auf ein großes Eis ein.

Der Spaß ging weiter, die vorher unterschiedlichen Ansichten spielten keine Rolle mehr.
Sie hatten nun die abenteuerlichsten Ideen dazu und wetteiferten friedlich: "Ja sicher sähe es dann aus als wäre es eine wild durcheinander hüpfende Haarmähne wie beim Tanzen".

Elfie schnappte nach Luft vor lauter Lachen,
bei dem sogar Tränen kullerten.
Benni hingegen war schnell versöhnt bei diesem Spaß,
sah Blumentöpfe als Augen, Unkraut als Arme und wurde nicht müde neue Namen für den Brunnen und das hüpfende Wasser zu erfinden.

Der anvisierte Matsch-Spielplatz war für heute abgehakt,
auch die Klettergeräte waren vergessen.
Das würde man an einem anderen Tag in Augenschein nehmen
und ausgiebig testen.

Die Arme eng umeinander geschlungen hüften die Kinder fröhlich gemeinsam heim, plappernd und lachend, voll neuer Pläne und Namensfindungen.

Erleichtert und in sich hinein schmunzelnd folgte die Tante den beiden,
und fragte sich insgeheim was den Kindern beim nächsten Mal alles einfallen würde, welche Dinge mit den für sie falschen Namen sie entdecken würden,
und somit unbedingt umgetauft werden müssten.
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