Abschluss der ersten Osterakademie

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Alle versammelt auf der Abschlussveranstaltung: Projektschüler im Vordergrund. dahinter alle Unterstützer und Förderer dieses ungewöhnlichen MINT-Projektes. (Foto: PR-Foto Köhring/SH)
 
Agentin Schlaumeise (Mitte) vermittelt seit Jahren kindgerechtes Wissen und war bei der Osterakademie dabei. (Foto: PR-Foto Köhring/SH; Osterakademie)

Lotta und Luisa waren sich einig: „Der Bunsenbrenner-Führerschein war am besten.“ Die beiden Grundschülerinnen nahmen mit Begeisterung von Montag bis Mittwoch an der ersten Osterakademie der Luisenschuleteil.

Interessant, spannend und verblüffend
Die Osterakademie ist eine Projekt-Veranstaltung der Luisenschule, zu der 17 Oberstufenschüler die Kinder aus ihren ehemaligen sieben Grundschulen eingeladen haben. So waren 43 Grundschulkinder bei über 60 Experimenten rund um das Ei mit Elan dabei und fanden die Akademie spannend, interessant und verblüffend. Niklas interessiert sich vor allem für Physik: Er war fasziniert von einem Versuch, bei dem ein Ei durch Einwirkung kalter Luft bewegt und in eine Flasche gezogen wurde.

Emma fand es spannend, mit einem Experiment herauszufinden, wie viel Eiweiß in unseren Lebensmitteln verborgen ist. „Die Verpackungen waren weg und dann mussten wir herausfinden, wie viel Ei in Milchprodukten, in Wurst und in anderen Lebensmitteln ist.“ Ein aufschäumender Eier-Vulkan war dagegen Sophies Ding. Alle Kinder waren begeistert von drei Tagen Naturwissenschaften pur.

Großes Lob vom Forschungs- und Wissenschafts-Ministerium
Jürgen Schmidtbauer vom zdi-Netzwerk Mülheim konnte sich im Rahmen der Abschlussveranstaltung in der Aula der Luisenschule am Mittwoch, 12. April, nicht erinnern, einen solchen Chemieunterricht in seiner Schulzeit gehabt zu haben. Das zdi-Netzwerk ist neben der Rüttgers-Stiftung einer der großen Unterstützer der Osterakademie. Ralf Angermund vom Ministerium für 'Wissenschaft, Innovation und Forschung freut sich auf „viel mehr Ei“ in den nächsten Jahren: „Was hier und heute passiert ist, ist das, was wir im Ministerium vor 14 Jahren schon angedacht haben.“ Damals gab es kaum MINT- und Ingenieurstudenten. „Dieses und andere Projekte tragen dazu bei, dass das Ruhrgebiet weiter nach vorne kommt.“ Er und das zdi-Netzwerk Mülheim sagten weitere Unterstützung zu.

Chemie ist, wenn es knallt und zischt
Dann kamen die 17 Schüler des Projekts auf der Bühne zum Einsatz. Über neun Monate bereiteten sie sich intensiv in der Schule aber auch in ihrer Freizeit vor. „Die Hühner streiken – was jetzt“ lautete eine Aufgabenstellung. Oder „Lassen sich Eier künstlich herstellen“ als Thema und Titel einer Experimentalvorlesung.
Vor allem die Grundschüler passten gut auf, dann das hatten sie in den drei Tagen mit Experimenten, Vorträgen und beim Besuch des Hauses Ruhrnatur gelernt: Nicht aufgeben und ein bisschen Geduld mitbringen! Es zischte, knallte und brodelte auf der Bühne, doch ein künstliches Ei ließ sich nicht erschaffen. Chemielehrerin Beate Schulte: „Chemie ist auch das, was knallt und stinkt.“

Alle Versuche gelangen
Nach den Ferien wird sie mit den Schülerinnen und Schülern noch über Änderungen reden, einer nächsten Osterakademie steht aber nichts im Wege, da die Versuche jetzt einmal stehen. Schulte: „Es war anstrengend, aber auch toll. Alle Versuche haben funktioniert. Wenn die Schüler die Hintergründe verstehen, kann man ihnen ruhig mal chemische Versuche anvertrauen.“ Ziel des Projektes war die frühkindliche und nachhaltige Förderung in Naturwissenschaften. Auch die mitwirkenden Schülerinnen und Schüler empfanden das Projekt als „eine schwere, anstrengende aber vor allem schöne Zeit“, so Schüler-Moderator Finn Olesch.

Filmrückblick auf Projektarbeit der Schüler
Ein kurzer Film, der dokumentierte, was die Schüler rund um ihre Chemielehrerin Beate Schulte alles bis zur Osterakademie in freiwilligen Stunden geleistet haben und wie viel Spaß sie an dem Projekt über neun Monate hatten, rundete die Veranstaltung ab. Oberbürgermeister Ulrich Scholten: „Nachwuchsforscher können wir nicht genug haben.“ Den OB interessierte vor allem der „Eiomat“. Dank an alle Kinder und deren Eltern, Schüler, Kooperationspartner – wie das Max-Planck-Institut, die Uni Duisburg-Essen, die HRW, die Rütgers-Stiftung, das zdi, das RWW Haus Ruhrnatur, die Firma Gerstel und auch an die Mülheimer Woche.

Resümee: Eier sind wichtig
Denn das Abschlussgeschenk an alle Beteiligten und vor allem die Grundschüler war nicht nur eine Urkunde sondern eine von den Projektschülern und ihrer Leiterin aufwendig gestaltete bunte "Zeitung" rund um "Das Gelbe vom Ei" und die Experimente. Gesponsert wurde diese vom Unterstützer zdi. und der Mülheimer Woche. Luisenschüler Jan Philipp Kamphuis hatte bei der Mülheimer Woche zuvor ein Praktikum gemacht und konnte die Sonderausgabe mit layouten. In „Das Gelbe vom Ei“ lassen sich viele Erlebnisse der Osterakademie noch einmal nachlesen. Dann können die kleinen Forscher den Eltern mal zeigen, wie wichtig so etwas Kleines wie das Ei ist. Das Resümee von Lotta: „Eier sind wichtig, weil so viel mit denen gemacht werden kann.“

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