Arbeitgeber fordern Mäßigung - dritte Verhandlungsrunde ergebnislos

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Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. (Foto: Foto: Unternehmerverband)

Nach der ergebnislosen dritten Verhandlungsrunde setzt der Unternehmerverband auf mehr Vernunft auf Gewerkschaftsseite. „Die IG Metall muss sich konstruktiver als bisher mit unserem Angebot auseinandersetzen“, fordert der Hauptgeschäftsführer des hiesigen Metallverbandes, Wolfgang Schmitz. Den Verhandlungsprozess bezeichnet er nach der dritten Verhandlung für die 700.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in NRW als „mühsam und ausgesprochen schwierig“.


Die massive Warnstreikwelle, mit der die Gewerkschaft seit Ende der Friedenspflicht die Betriebe in Nordrhein-Westfalen überzogen habe, sei weder angemessen noch zielführend. „Wir brauchen Dialog statt Streik“, so Schmitz. Warnstreiks seien in diese Phase „schädliche Rituale“, die von der Gewerkschaft offenbar als Instrument zur Mitgliederwerbung eingesetzt würden.

Das vorgelegt Arbeitgeber-Angebot gewähre den Beschäftigten rund 100 Euro mehr. Schmitz warnt die IG Metall davor, die Betriebe zu überfordern. Das Angebot erreiche in NRW bereits ein Kostenvolumen von fast 900 Millionen Euro. Für manche Unternehmen sei damit bereits die Grenze der Belastbarkeit erreicht. In den letzten drei Jahren haben die Beschäftigten im Schnitt 5.000 Euro mehr bekommen. Mit Blick auf die wirtschaftliche Ungewissheiten fügt Schmitz hinzu: „Maß und Mitte sind jetzt gefragt. Wer zu viel draufsattelt, gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit der Branche.“

In Sachen Alters- und Bildungsteilzeit fordert Schmitz die Gewerkschaft auf, die Realität anzuerkennen. „Wenn 95 Prozent unserer Unternehmen Weiterbildung durchführen, dann haben wir hier grundsätzlich keinen Regelungsbedarf“, so Schmitz. Die Arbeitgeber seien bereit, die betriebliche Wirklichkeit bei der Weiterbildung in den einschlägigen Tarifverträgen abzubilden und sich überdies noch stärker um An- und Ungelernte zu kümmern.

Bei der Altersteilzeit müsse man darauf achten, dass die Fachkräfte, die immer stärker gefragt sind, nicht immer früher nach Hause geschickt werden. „Wir brauchen die Erfahrung und die Kenntnisse der älteren Arbeitnehmer. Und ich glaube auch, dass viele ältere Arbeitnehmer ihre Erfahrungen gerne weitergeben. Die IG Metall kann nicht erwarten, dass wir die fatale Rente mit 63 jetzt auch in den Tarifverträgen festschreiben“, so Schmitz abschließend.
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