Neuer Anbau und Modernisierung machen das Haus Auf dem Bruch fit für die Zukunft

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Jetzt wurde der Grundstein für den Anbau gelegt. (Foto: PR-Fotografie Köhring/ AK)

So sieht man Oberbürgermeister Ulrich Scholten selten, mit einem Bauhelm auf dem Kopf und einer Kelle in der Hand. Dabei stellte er sich gar nicht so ungeschickt an, als er jetzt den Grundstein für den neuen Anbau des städtischen Altenheimes Haus Auf dem Bruch zumauerte, in dem zuvor eine Stahlbombe mit einer aktuellen Zeitung und dem Bauplan versenkt worden war.

„Wenn Sie mal einen Engpass auf der Baustelle haben, können Sie mich ja einteilen“, scherzte Scholten anschließend mit dem Geschäftsführer der Mülheimer Seniorendienste, Alexander Keppers, der in seiner Funktion nicht nur für das Haus Auf dem Bruch, sondern auch für die städtischen Schwester-Einrichtungen Haus Kuhlendahl und Haus Gracht zuständig ist. Nach dem Haus Kuhlendahl wird nun also das in den 80er Jahren errichtete Haus Auf dem Bruch modernisiert. Hier werden 130 Bewohner von 85 Mitarbeitern betreut.

Großer Handlungsdruck

„Der Handlungsdruck ist hier besonders groß, da wir derzeit nur einen Einzelzimmer-Anteil von 20 Prozent haben, nach dem Wohn- und Teilhabegesetz aber bis 2018 einen Einzelzimmer-Anteil von 80 Prozent erreichen müssen“, erklärte Keppers am Rande der Grundsteinlegung. Deshalb sollen im neuen Anbau, der vom ortsansässigen Architekten Bernhard Riepe geplant wird, bis September 2017 47 Einzelzimmer und eine neue Küche entstehen. In einem zweiten Schritt soll dann bis Mitte 2018 der Altbau modernisiert und die dortigen 52 Doppelzimmer ebenfalls in Einzelzimmer mit Bad und WC umgebaut werden.

Vorfreude größer als Lärmbelästigung

„Die Vorfreude auf den neuen Wohnkomfort, der auch die Arbeit der Pflegekräfte erleichtern wird ist größer, als die Lärmbelästigung“, sagt Pflegedienstleiterin Mira Neuhaus. Der Geschäftsführer der Mülheimer Seniorendienste schätzt das Kostenvolumen für den jetzt entstehenden Anbau auf vier bis fünf Millionen Euro. Das Investitionsvolumen für die Modernisierung des gesamten Hauses, von der der neue Anbau ein Teil ist, kalkuliert er mit rund 13 Millionen Euro. „Mit dem Neu- und Umbau wird das Haus Auf dem Bruch fit für die Zukunft“, glaubt OB Scholten. Er sieht die Modernisierung der städtischen Altenheime als Ausdruck „einer zeitgemäßen Altenpflege, in dem es nicht mehr nur um das Verwahren, sondern um die Lebensqualität der Bewohner geht.“Thomas Emons
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