Rhein in Flammen auf dem Salonschiff Heinrich Thöne

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Wir hatten am 16. August 2013 das „Vergnügen“, für 39 € auf dem „Salonschiff“ Heinrich Thöne der Feuerwerkstour zum Duisburger Hafenfest beizuwohnen.
Vor Fahrtantritt gab es ein gekühltes Glas Sekt, außer klarem Korn das einzige gekühlte Getränk an Bord, wie wir später feststellten. Es gehört schon einige Inkompetenz dazu, eine Schiffsreise im Hochsommer anzubieten, ohne bereits vorgekühlte Getränke gebunkert zu haben.
Da das Bier auch in Duisburg Ruhrort noch Raumtemperatur hatte und wir nur als einziges Kaltgetränk klaren Korn bekommen konnten, beschlossen wir aus gesundheitlichen Gründen in Duisburg von Bord zu gehen.
Es wäre für uns ein Leichtes gewesen, in Ruhrort über die Spundwandleitern von Bord zu kommen, wollten jedoch zuvor sicherheitshalber die Schiffsführung verständigen. Ein Besatzungsmitglied hielt unser Ansinnen für möglich und wollte bei der Schiffsführung nachfragen. Nach ca. 15 Minuten erhielten wir die Information, dass dies nicht möglich sei.
Als das Feuerwerk begann, war aus dem Innenraum des Oberdecks keine Sicht möglich, da sich schon vor Fahrtantritt 48 Fahrgäste auf dem Freideck befanden und beim Feuerwerk der Gang auf dem Freideck auch besetzt war. Somit gab es für 38€ kein Feuerwerk, kein kaltes Bier und fast nichts mehr zu essen. Essen war nämlich auch aus! Jetzt wollten wir auf jeden Fall von Bord! Ein Besuch beim Rudergänger oder Steuermann- Kapitän wäre wohl übertrieben- wurde mit wüsten Beschimpfungen und „keiner Anlegemöglichkeit“ im größten Binnenhafen Europas quittiert.
Wir können jedem davon abraten, im Hochsommer mit einem „Salonschiff“ der Weißen Flotte Mülheim zu fahren, ohne eine eigene Kühltasche mit Getränken mitzuführen. Besser wäre noch eigene Verpflegung, denn die an Bord ist, falls noch vorhanden, äußerst bescheiden.
Des weiteren sollte die Geschäftsführung den Rudergänger in Zukunft im schienengeführten Nahverkehr einsetzen, da ihm offensichtlich die Anfahrt außerfahrplanmäßiger Haltepunkte unmöglich ist.
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