Starkregen verursacht zahlreiche Feuerwehreinsätze - Schotterwelle überspült Bachstraße

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Mülheim, in den letzten Tagen eher verschont geblieben, lag am Dienstagnachmittag genau unter der Starkregenfront. Lang anhaltend und heftig tobten Regen und Gewitter am frühen Nachmittag über der Ruhrstadt.



Das Unwetter welches gegen 14.30 Uhr über das Ruhrgebiet zog, hat Mülheim besonders hart getroffen. In kürzester Zeit ergossen sich 80 Liter Wasser pro Quadratmeter über das Stadtgebiet. Bereits um 15.40 Uhr kam die erste Meldung der Mülheimer Feuerwehr: "Wir befinden uns zur Zeit in einer Extremwetterlage. Die Feuerwehr Mülheim hat Vollalarm für alle einsatzfreien Kräfte und für die Freiwillige Feuerwehr ausgelöst. Die Einsatzstellen erstrecken sich über das ganze Stadtgebiet. Zur Zeit gibt es zirka 80 Einsatzstellen."

Heftig getroffen hat es auch die Innenstadt, wo teilweise die Elektrik und das Internet ausfiel. Eine wahre Trümmerwelle verwüstete die Bachstraße. Oberhalb der Straße, vor dem neuerbauten Petrikirchenhaus auf dem Kirchenhügel, war man gerade dabei, das Kopfsteinpflaster zu verlegen. Die noch nicht verfestigten Steine hielten dem Druck des Wassers nicht stand und wurden durch die Unterführung auf die Bachstraße gespült, der kleine Bagger vor dem Haus sackte ins Erdreich ab.

In der Bachstraße wiederum kämpften die Anlieger mit überschwemmten Kellern, teils aus den überlaufenden Gullis, teils auch durch die Schotterwelle vom Kirchenhügel. Bis auf die Friedrichstraße wurde das Gestein geschwemmt und legte so zunächst den Bahnverkehr der dort fahrenden 104 lahm.

Schwerpunkt des Unwetter waren die Stadtteile links der Ruhr. Ob Wissollstraße, Saarner Straße oder Duisburger Straße: Große Kreuzungen waren überschwemmt, Autos blieben stecken, die Straßen mussten kurzfristig gesperrt werden. Überall, wo Mulden waren, liefen sie mit Wasser voll, manches Auto drohte "abzusaufen". Auch die Unterführung an der Duisburger Straße lief voll und machte die Straße unpassierbar. Ebenso schon fast ein gewohntes Bild: Die unterirdische Bushaltestelle am Hauptbahnhof verwandelte sich wieder in einen See.

Die Feuerwehr Mülheim war auch um 18 Uhr noch mit 140 Kräften im Einsatz. Unterstützt wurden sie von 50 Helfern vom THW, DRK, JUH und MHD. Die Einsatzzahl lag zu dieser Zeit bei 150. Erst gegen 22 Uhr waren alle Einsätze für die Mülheimer Feuerwehr abgearbeitet.
Fotos (sofern nicht anders gekennzeichnet): Regina Tempel
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Angelika Stephan aus Mülheim an der Ruhr | 09.06.2016 | 10:11  
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