Es kann jeden „Seefahrer“erwischen

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Dieses Bild wurde kürzlich in Facebook gezeigt. 2009 hatte ich diesen Reisebericht im Ex-Blog des DerWesten veröffentlicht.
Ägäis (Griechenland): *** | Erlebnisse aus meiner 'Sturm und Drangzeit'
In der Zeit wo MANN meinte sich verwirklichen zu müssen , hatte ich beschlossen mein Hobby Segeln auszuweiten. Also was lag näher gemäß dem Lied „Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön…“ aufs Meer zu segeln.

Ich schloss mich einer Gruppe fremder Segler zu einem Flottillentörn an um meinen ersten 14 Tage Törn durch die Kykladen zu machen. Ich fühlte mich frei und abenteuerlustig. Den 2. Tag, ich glaubte schon „Seebeine“ zu haben, segelten wir von Ydra nach Seriphos 55sm über offenes Wasser, der Meltemi frischte auf, die Wellenberge wuchsen. Ich verkrampfte mich trotz Tabletten gegen Seekrankheit, es durfte doch keiner mitbekommen, dass mir speiübel war. Ich konnte es nicht verbergen und mein Image als „hart gesottener Segler“ erlitt Schaden. In der Bucht von Seriphos lagen wir zum Schwojen vor Anker und jedes Mal, wenn ich aus der Luke sah, glitt der Mond vorbei und jedes Mal musste ich tief durchatmen. Am nächsten Tag und der Rest des Törns hatte sich mein Gleichgewichtssinn beruhigt und ich konnte die Segelei genießen.

2. Törn an der Jugoslawischen Adria.
Ich glaubte, mir könne nichts mehr passieren, aber weit gefehlt, auf dem offenen Wasser fing der „Spaß“ wieder an. Jetzt wusste ich aber der Situation zu begegnen. Ich quälte mich nicht mehr lange, opferte Neptun und kaute, extra zu diesem Zweck mitgenommen, einen grasgrünen sauren Apfel. Anschließend war alles ok.

3. Törn wieder Jugoslawische Adria.
Wir waren schon einige Tage unterwegs und befanden uns jetzt auf offenem Wasser. Probleme hatte ich keine! Die Bora legte sich heftig ins Zeug.
Wir mussten Segel reffen. Zuerst tauschte ich die Genua gegen eine normale Fock, die Bora kachelte übers offene Wasser, noch mehr Reffs ins Großsegel! Jetzt musste die Fock gegen ein wesentlich kleineres Segel, die Sturmfock getauscht werden. Ich begab mich in den Bugkorb, gesichert durch einen Lifebelt, holte die Fock ein und machte mich daran das neue Segel anzuschlagen. Während ich in gebückter Haltung an den Schäkeln hantierte wurde der Bug des Bootes plötzlich nach oben katapultiert um im nächsten Moment in ein tiefes Wellental zu fallen. Das reichte aus um wieder dieses unangenehme Gefühl „nicht mehr leben zu wollen“ zu bekommen.

Trotz meiner nicht unbedingt schönen Erfahrungen würde ich jederzeit wieder an Bord gehen. Das Erlebnis auf offenem Wasser der Natur gegenüberzustehen ist unbeschreiblich!
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7 Kommentare
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Fritz van Rechtern aus Neukirchen-Vluyn | 12.01.2016 | 13:55  
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Armin Mesenhol aus Kamp-Lintfort | 12.01.2016 | 14:53  
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Christiane Bienemann aus Kleve | 13.01.2016 | 10:47  
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Volker H. Glücks aus Neukirchen-Vluyn | 14.01.2016 | 15:32  
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