Greenpeace protestiert gegen Shell-Arktispläne - Bundesweiter Protesttag in 38 Städten

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Greenpeace-Aktivisten fordern von Shell, auf Ölbohrungen in der Arktis zu verzichten.
Oberhausen: Shell Oberhausen |

Mülheim/Oberhausen, 23.3.2013 – Heute demonstrierten Greenpeace-Aktivisten in 38 Städten im ganzen Bundesgebiet, darunter auch in Mülheim und Oberhausen vor Shell-Tankstellen. Ziel der Proteste ist, den Ölkonzern davon abzuhalten, in den arktischen Gewässern vor der Küste Alaskas nach Öl zu suchen.

„Die Arktis ist ein zu extremer Raum, um dort nach Öl zu bohren. Shell sind in den harten Witterungsbedingungen schon einige Unfälle passiert. Damit hat der Konzern bewiesen, dass es keine sicheren Ölbohrungen in der Arktis geben kann. Shell war nicht in der Lage, die Herausforderungen in dieser unwirtlichen Region zu meistern“, sagt Kerstin Depiereux von Greenpeace Mülheim-Oberhausen. „Wir werden daher Shell weiter drängen, seine Pläne für Ölbohrungen in der Arktis zu begraben und endlich Vernunft anzunehmen!“

Die Pannenserie von Shell in der Arktis nimmt kein Ende. Sowohl das von Shell eingesetzte Bohrschiff „Noble Discoverer“, als auch die Bohrplattform „Kulluk“ rissen sich bei schlechtem Wetter los und strandeten an der Küste Alaskas. Ein Testlauf zur Einsatzfähigkeit der Notfallausrüstung, die für einen Ölunfall vorgeschrieben ist, schlug fehl. Bei einer Überprüfung der „Noble Discoverer“ durch die US-Küstenwache im November vergangenen Jahres wurden so schwere Mängel festgestellt, dass die Behörde das Schiff für knapp vier Wochen festgesetzt hat.

Durch diese Pannenserie sieht Shell sich gezwungen, die Ölbohrpläne zumindest für dieses Jahr aufzugeben. Zurzeit sind die beiden havarierten Schiffe auf dem Weg zu Werften in Asien.

Shell ist einer der ersten großen internationalen Ölkonzerne, die die Ausbeutung der Arktis in seinen Fokus stellt. Insgesamt werden etwa 90 Milliarden Barrel Öl (1 Barrel=159 Liter Öl) in der gesamten Arktis vermutet. Diese Menge reicht aus, um den derzeitigen weltweiten Ölverbrauch für etwa drei Jahre zu decken. Allein vor der Küste Alaskas vermuten Experten ca. 20 Milliarden Barrel Öl.

Seit gut einem Jahr protestiert Greenpeace weltweit mit zahlreichen Aktionen gegen die Arktispläne von Shell. Gleichzeitig ruft die Organisation die Menschen weltweit auf, sich für den Arktisschutz und die Forderung nach einem Schutzgebiet in der Arktis einzusetzen. Bis jetzt haben sich knapp drei Millionen Menschen mit ihrer Unterschrift zum Arktisschutz bekannt.
Greenpeace fordert einen generellen Stopp der industriellen Nutzung der hohen Arktis, um diese einzigartige, ökologisch wertvolle Region zu schützen.
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