RWO-Kicker trainierten Leben retten

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Bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde. Immer wieder stehen sogar Leistungssportler mit Herzproblemen in den Schlagzeilen, so erlitt beispielsweise der kamerunische Fußball-Nationalspieler Patrick Ekeng im Mai 2016 auf dem Feld einen tödlichen Herzinfarkt.



Auch Notfalleinsätze im Publikum kommen vor. Aktuell trauert der RWO um Spieler-Legende Karl-Otto-Marquardt, der beim Niederrheinpokal-Halbfinale in Wuppertal im Alter von 79 Jahren einen Herzinfarkt erlitten hatte.
Im Rahmen der „Woche der Wiederbelebung“ trafen sich jetzt Mediziner des Katholischen Klinikums Oberhausen mit den Spielern des RWO im RWO-Leistungszentrum zum Reanimations-Unterricht. Nach einer kurzen theoretischen Einführung standen die praktischen Übungen an den Reanimations-Puppen im Mittelpunkt. „Bei einem Herzstillstand können Herz-Druck-Massage und Beatmung Leben retten“, erklärte Dr. med. Ludger Kahl, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Standort St. Clemens-Hospital.
Mit der Aktionswoche wollen die Mediziner die Quote der Wiederbelebungs-Maßnahmen durch Ersthelfer erhöhen. „In fünf Jahren konnte die Zahl der Laien-Reanimation durch Schulungsmaßnahmen verdoppelt werden“, so Dr. Kahl.
RWO-Trainer Mike Terranova zog ein positives Fazit: „Ich fand die Veranstaltung heute sehr gut und sehr wichtig. Jeder kann von jetzt auf gleich in solch eine Situation kommen und da will man ja irgendwie vorbereitet sein und dem Menschen helfen.“ „Das heutige Training hat gezeigt, wie wichtig es ist, auch Sportler für dieses Thema zu sensibilisieren und mit den praktischen Übungen die Hemmschwelle zu überwinden, im Notfall aktiv zu werden“, so Dr. med. Elke Fortkamp-Schneider, Chefärztin der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Standort St. Marien-Hospital.

Rettungsdienst rufen


Die einfache Regel bei der Reanimation lautet „Prüfen. Rufen. Drücken!“: Prüfen, ob die Person noch atmet. Unter der Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft.
„Das war heute eine gute Sache für die Kinder und Jugendlichen des Vereins, dafür bin ich dem KKO sehr dankbar“, freute sich auch Thomas Hüfner, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Auch die Jugendteams erhielten Hilfe zur Selbsthilfe. „Die Jungs waren sehr wissbegierig und haben sich noch während des Fußball-Trainings über die Schulung unterhalten. Wir würden uns freuen, so eine Erste-Hilfe-Übung ab sofort in regelmäßigen Abständen zu realisieren.“ Übungseinheit mit den RWO-Spielern Patrick Bauder und Daniel Neustädter durch Doktor Elke Fortkamp-Schneider und Doktor Ludger Kahl.Foto: Carsten Walden
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