Oberhausener Fußballtrainer auf Rot und Weiß spezialisiert

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„Schorsch“ Mewes (Bildmitte, hier während des Niederrheinpokalfinales 2012 im Essener Georg-Melches-Stadion) warf mit Fünftligist "HöNi" zweimal rot-weiße Teams aus dem Niederrheinpokal. Foto: privat
Oberhausen: Stadion Niederrhein Lindnerstraße | VON MARC KEITERLING
Dieser Oberhausener Fußballtrainer sorgte mit seiner Mannschaft zum zweiten Mal hintereinander für eine dicke Überraschung. Hans-Georg Mewes trainiert den Fußball-Fünftligisten SV Hönnepel-Niedermörmter und ist in dieser Funktion zum Experten in Sachen Rot und Weiß geworden. Der Pokalschreck vom Niederrhein.
Saison 2011/12, Halbfinale um den Niederrheinpokal: Drittliga-Absteiger RWO empfängt im heimischen Stadion „HöNi“ und wird gedemütigt. Der zwei Klassen tiefer spielende Verein schmeißt die Kleeblätter mit 7:5 nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb. Das Finale gegen RWE geht dann allerdings verloren.
Saison 2012/13, Viertelfinale um den Niederrheinpokal: Gegen Viertligist Rot-Weiss Essen gelingt dem abstiegsbedrohten Oberligisten tatsächlich die Revanche für die Finalniederlage der Vorsaison. Zwei Stunden bevor Borussia Dortmund Real Madrid mit 4:1 aus dem Stadion schießt, verliert RWE am Mittwoch vor den Toren Kalkars mit 1:2.
Die Halbfinalbegegnungen um Niederrheinpokal lauteten nun TuS Bösinghoven - RWO und SV Hönnepel-Niedermörmter - SF Baumberg. Gespielt wird an unterschiedlichen Terminen. Die Partie am Windmühlenweg in Meerbusch-Bösinghoven findet am Mittwoch, 15. Mai, um 19.30 Uhr statt. Bereits am kommenden Mittwoch, 1. Mai, kicken Hönnepel und Baumberg.
Drei Fünftligisten und ein Viertligist - völlig klar, dass Oberhausen hier der Topfavorit ist. Die Aussicht auf den Pokalsieg, verbunden mit der Teilnahme an der ersten Runde um den DFB-Pokal mit einer Einnahme von mindestens 100.000 Euro (Höhe des fixen Fernsehgeldes, Zuschauer- und Livespiel-Einnahmen kämen noch hinzu), ist zugleich der unbedingte Erfolgsdruck. Eine weitere Blamage wie im Vorjahr müssen die Kleeblätter unter allen Umständen verhindern.
Ein Oberhausener jedoch will genau dies bewerkstelligen. Eben jener Herr Mewes. Der betont zunächst: „Ich will hier kein Fell verteilen, bevor der Bär erlegt ist. Aber selbstverständlich wünsche ich mir, dass RWO ins Finale einzieht und wir das auch schaffen. In jedem Spiel gegen einen höherklassigen Gegner können sich meine Jungs weiterentwickeln.“
Der Triumph gegen RWE macht sie stolz am Niederrhein. Mewes bilanziert: „Es war das erste Pflichtspiel überhaupt auf unserer Anlage gegen eine höhere Mannschaft. Es hat organisatorisch und sportlich wunderbar funktioniert. Meine Truppe war deutlich leidenschaftlicher als Essen, so kann man in einem Spiel gegen einen auf dem Papier besser besetzten Gegner absolut bestehen.“
Geht es nach dem SVHN soll es im Fall der Fälle nicht zu einer Neuauflage der Begegnung zwischen RWO und „HöNi“ im Stadion Niederrhein kommen. Trotz der guten Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr an dieser Stelle. „Schorsch“ Mewes: „Ich denke, dass unser Vorstand nach dem Essen-Spiel vom letzten Mittwoch nun ein Heimspiel favorisieren wird.“ Der 64-Jährige lächelt: „Für mich persönlich wäre es die zweitbeste Lösung. Ich wohne am Tackenberg, könnte zum Stadion Niederrhein zu Fuß laufen.“ Tatsächlich ist es so, dass der Verband - nach Anhörung beider Vereine - einen Austragungsort festlegt. Dies kann auch ein neutraler Ort sein. Fakt ist, dass zahlreiche VIP-Gäste angemessen versorgt sein wollen. Angedachter Termin des Endspiels ist Mittwoch, 29. Mai.
Mewes, auch gebürtiger Oberhausener, kennt Rot-Weiß nach eigener Einschätzung in- und auswendig. „Ich sehe oft dort die Trainingseinheiten. In unserem Ligaspiel gegen die U23 kamen unter anderen Thorben Krol und David Loheider zum Einsatz. Große Geheimnisse gibt es da nicht. In erster Linie zählt sowieso die Einstellung, der Kopf. Gibt es da ein Problem, gibts Probleme. Siehe Rot-Weiss Essen.“
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