Bücherkompass: "Du kannst mich Mal"

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(Foto: Heyne-Verlag)

Musicals, Männer und Sex

Nach dem mir das Buch "Du kannst mich Mal" zur Verfügung gestellt wurde, hier nun meine persönliche Meinung.

In dem Buch „Du kannst mich mal“, beschreibt eine Frau ihr leben, ab ihrem zwölften Lebensjahr. Sie wurde beim Vorsprechen abgelehnt und weint auf der Autofahrt zurück nach Hause. Ihr Vater versucht sie zu trösten, doch ihr Leben scheint verpfuscht. Dann am Ende des Sommers weint sie wieder, da ein Junge nicht mit ihr befreundet sein möchte. Sie läuft den Jungs hinterher und kann es nicht erwarten, endlich einen Freund zu haben. Später hat sie dann viele Freunde und beschreibt die Treffen. Sie will ihren Horizont erweitern, was Männer betrifft und gar keine hohen Ansprüche stellen.
Das glaubt sie, würde die Chance erhöhen einen wirklich brauchbaren Mann zu finden. So beschreibt sie die Vorteile eines wahnsinnig hässlichen Exemplares, das sie ergattert hat, beschreibt auch diesen vom Gesicht, über die Haare bis hin zu seinen Sichelfüßen. Die Männer im Allgemeinen werden mit Kermit verglichen, wie er im Muppets-Film war. Sämtliche Männer, mit denen sie Sex hat – es geht bei der Protagonistin ab dem zwölften Lebensjahr um nichts anderes, werden mit Musical Darstellern verglichen. Jeder Lebensabschnitt wird mit Musicals verglichen und immerzu wird aus den Shows zitiert. Aber nicht nur Musicals werden als vergleich herangezogen, sondern auch weitere Personen, deren Namen Amerikanern bestimmt ein Begriff sind, ich aber bis auf Sinéad O´Connor niemand, der genannten kannte. Ich füge ein kurzes Zitat ein: „… gestutzten Streifen Schamhaar wie ein sexy Hilterbärtchen andere mit Paul-Shaffer-Radikal-Schnitt…“ Und das war nicht der einzige Vergleich mit Hitler. Braucht die Lesewelt so etwas?
In Amerika machen die Leute vielleicht derartig geschmacklosen Witze, denn wenn das Buch dort kein Erfolg gewesen wäre, hätte es der Heyne-Verlag bestimmt nicht eingekauft und übersetzen lassen. Mein Fazit: Vor noch nicht allzu langer Zeit habe ich mich gefragt, welches das schlechteste Buch gewesen ist, was ich je gelesen habe? Ich konnte keins benennen, denn jedes hatte sein eigenes schönes Leben. Doch wenn ich jetzt gefragt werde: „Welches Buch hätte man deiner Meinung nach, nicht schreiben brauchen?“ Kann ich sagen; „Du kannst mich Mal“
Für Musical-Fans könnte das Buch aber eventuell interessant sein.

Julie Klausner
ISBN 978-3-453-67612-1
Heyne Verlag
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2 Kommentare
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ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 26.11.2013 | 23:11  
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Manuela Burbach-Lips aus Dortmund-City | 27.11.2013 | 13:13  
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