Ruhrfestspiele 2015 erzielen drittbestes Ergebnis ihrer Geschichte

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Ein wahrer Blickfang: Die von Daniel Buren bunt gestaltete Glasfassade des Ruhrfestspielhauses und die Ausstellung in der Kunsthalle sind sehr ansprechend. (Foto: Kunsthalle Recklinghausen)
 
Intendant Dr. Frank Hoffmann (hat seinen Vertrag bis 2018 verlängert) kann zufrieden sein mit dem Verlauf der 69. Saison der Ruhrfestspiele. (Foto: Krusebild)
Gesellschaftliche Missstände wurden in vielen Stücken der Ruhrfestspiele 2015 angeprangert. Es war ist ein politisches Festival, so Intendant Dr. Frank Hoffmann. Zwei Tage vor dem Festival-Ende am Sonntag zog er jetzt eine vorläufige Bilanz.

Sie sieht gut aus: Das drittbeste Ergebnis bei den Besucherzahlen in der 69. Spielzeit wurde erzielt. Das FRiNGE Festival übertraf sogar noch den Besucherrekord 2014.
In Zahlen: Die Ruhrfestspiele erreichten (vorläufig, es fehlen noch die Zahlen der Aufführungen bis einschließlich Sonntag und die der Besucher des Abschlusskonzerts mit Roger Cicero am Samstag, 14. Juni, um 20 Uhr) insgesamt 81.329 Besucher und damit das drittbeste Ergebnis der Geschichte der Ruhrfestspiele. Dies entspricht einer Auslastung von 80,57 Prozent.

FRiNGE Festival toppt sich selbst


Überaus positiv fiel das Ergebnis des FRiNGE Festivals aus. Das Off-Theater Festival hat mit 13.137 Gästen den Zuschauerrekord von 2014 übertroffen.
Neben dem Theaterpublikum genossen nahezu 100.000 Menschen das Kulturvolksfest am 1. Mai. Hinzu kommen die zahlreichen Besucher der Kunstausstellung „Daniel Buren“ an der Glasfassade des Ruhrfestspielhauses.

Hintergrund: Im Januar diesen Jahres wurde ein Anschlag in Paris verübt, wurden Mitarbeiter der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo ermordet. Die Nachwehen waren bis in das Programm der Ruhrfestspiele 2015 zu spüren, die unter dem Motto „Tête-à-tête. Ein dramatisches Rendezvous mit Frankreich“ vom 1. Mai bis 14. Juni 2015 auf die Literatur und Dramatik Frankreichs blickten. „Es war das Jahr der Analyse, der für das französische Theater typischen gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen“, resümierte Festspielleiter Frank Hoffmann bei der Bilanz-Pressekonferenz in der Pianobar der Ruhrfestspiele.

Ruhrfestspiele bei der ExtraSchicht am 20. Juni


Zu den Stars dieser Saison gehören Isabella Rosselini, Corinna Harfouch, Juliette Binoche, Michel Piccoli, Jane Birkin, Hannelore Elsner, Rufus Beck, Sophie von Kessel, Wolfram Koch, Samuel Finzi, Ulrich Matthes, Christian Brückner, Angela Winkler, Volker Lechtenbrink, Jacqueline Macaulay, Christian Redl, Burghart Klaußner, Tim Fischer, Claus Peymann, Heikko Deutschmann, Anneke Schwabe und Dominique Horwitz - um nur einige zu nennen.
Alleine das Kabarettfestival im Rahmen der Ruhrfestspiele protzte mit der Elite der Zunft, neben anderen malträtierten Mirja Boes, Kay Ray, Abdelkarim, Thorsten Sträter, Max Goldt, Hannes Bender, Rüdiger Hoffmann, Gernot Hassknecht und René Steinberg das Zwerchfell ihrer Fans,
Dominique Horwitz ist übrigens nach seinem Schwächeanfall wieder fit und wird am Sonntag um 11 Uhr Chansons von Jacques Brel singen, unter freiem Himmel begleitet von der Neuen Philharmonie Westfalen.

Herausragende Produktionen waren Frank Hoffmanns Neusetzung von Ionescos „Die Nashörner“ oder Roberto Ciullis „Rückkehr in die Wüste“ sowie Florian Zellers „Der Vater“ (ein sehr berührendes Stück über Demenz mit Volker Lechtenbrink).

Mit ihrer Beteiligung an der Nacht der Industriekultur am 20. Juni (18 Uhr bis 2 Uhr morgens) legen die Ruhrfestspiele schließlich noch eine ExtraSchicht ein: Im Zentrum des Programms an und in der Halle König Ludwig 1/2 steht dabei die „Junge Szene Ruhr“.
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