500 Unterschriften in drei Tagen

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"Diese kleinen Affen gehören hier nicht hin." In vielen Kommentaren...

RECKLINGHAUSEN. Internet-Petition zu den Affen im städtischen Tierpark knackt die Zielmarke. Es kann weiter unterschrieben werden.

Das Internet hat seine ganz eigene Dynamik. So kann man wohl zusammenfassen, was sich in den letzten Tagen im Netz abgespielt hat.

Zur Erinnerung: Die Linken im Stadtrat haben einen Antrag gestellt, der das Ende der Affenhaltung im Tierpark fordert. Als Begründung wird angegeben, dass die Haltung nicht artgerecht sei und der Tierpark eine gänzlich neue Konzeption nötig habe, die auf heimischen Tierarten basiere. Kurz nachdem der Antrag erstmals im Rat behandelt wurde, wurde im Netz eine Online-Petition geschaltet, die dazu aufruft, mit Unterschriften das Ansinnen zu unterstützen. Gerichtet ist die Petition an den Rat der Stadt Recklinghausen. (Auch auf Lokalkompass.de wurde berichtet)

Unterschriften aus dem Vest und ganz Deutschland


Was wohl niemand erwartet hat: Die Petition hat ihr selbst gestecktes Ziel von 500 Unterschriften bereits nach drei Tagen erreicht. Dabei sind etwa 250 bis 300 Unterschriften von Nutzern geleistet worden, die aus Recklinghausen selbst oder der direkten Umgebung kommen. Zunehmend findet sich im Internet aber auch Unterstützung aus ganz Deutschland, was wahrscheinlich auf die Verbreitung des Aufrufs über soziale Netzwerke zurückzuführen ist.

Initiatorin: Es wird einfach weitergesammelt


Die Initiatorin selbst wohnt als ehemalige Recklinghäuserin seit kurzem in Hamburg. "Ich habe weiterhin viel Kontakt in die alte Heimat und als ich von dem Anliegen hörte, die Affenhaltung im Tierpark zu beenden, wollte ich dabei helfen", sagt sie. "So eine Petition im Netz ist ja eher als symbolisch anzusehen. Dass die Resonanz so groß ist, überrascht mich, obwohl ich wusste, dass das Affengehege dort schon vielen Leuten ein Dorn im Auge ist." Auch nachdem das Ziel erreicht wurde, soll es weitergehen: "Das Sammelziel kann man leider nicht im Nachhinein erhöhen. Aber die Petition läuft jetzt einfach weiter und man kann auch weiter unterschreiben. Jede zusätzliche Unterschrift sollte hilfreich sein."

In Kommentaren wird die Kritik deutlich


In den Kommentaren zur Petition wird deutlich, dass das Thema viele Menschen aus Recklinghausen berührt. Für viele stellt die Affenhaltung offenbar die negative Seite des Tierparks dar. Aber auch bei Auswärtigen scheinen die Eindrücke nachhaltig gewirkt zu haben. So gibt ein anonymer Unterzeichner an, im Sommer beim "Rock am Hügel"-Festival gewesen und dabei auf die Rhesusaffen aufmerksam geworden zu sein.
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