„Chancengleichheit ist für mich...“

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„...dass alle Kinder einen Schlafplatz haben.“ So lautet die Siegerantwort des Wettbewerbs zum Weltkindertag. Sie kommt von der dreijährigen Jolina aus dem Familienzentrum Löwenzahn.„Ihre Aussage hat uns einfach am meisten berührt“, sagt Jasmin Reimann, Schulsozialarbeiterin beim Jugendamt Heiligenhaus.
Die Übergabe des Gewinnergeldes bildete den Abschluss der Aktionen zum diesjährigen Weltkindertag, der am 20. September gefeiert wurde.
„Die Kids vom Löwenzahn waren dieses Jahr auch wieder auf dem Rathausplatz und haben zwei Stunden lang fleißig für die Rechte aller Kinder getrommelt. Es ist schön, wie gut alle dabei mitmachen“, freut sich Reimann.
Mit dem diesjährigen Motto „Chancen für Kinder!“, fordert UNICEF Chancengleichheit und das Recht auf Bildung für alle Kinder an Kitas und Schulen.
Da passt es besonders gut, dass die Gewinnerin ein Mädchen aus einer integrativen Gruppe ist, der die 100 Euro Gewinn nun zu Gute kommen.
„Als erstes holen wir von dem Geld eine Snoezele-Lampe für unsere Bärengruppe“, erzählt Erzieher Dirk Preuß. Das angenehme Licht und das Farbenspiel der Lampe soll der Entspannung und Ruhe dienen.
„Die Kinder würden das ganze Geld am liebsten für Eis ausgeben. Das geht natürlich nicht, aber Wünsche äußern dürfen sie, schließlich hat ja Jolina das Geld für uns gewonnen“, so der Erzieher weiter.
Die Zettel mit dem Satz „Chancengleichheit ist für mich...“ wurden an Kitas und Schulen in der Umgebung verteilt und die Lehrer und Erzieher konnten das Thema mit den Kindern besprechen.
„Die Antworten sind aus den Kindern nur so raus gesprudelt. Ich war beeindruckt, an was für existentielle Dinge die Kleinen dabei dachten. Statt Spielzeug nannten sie Sachen, wie den Besitz von warmer Kleidung oder ein Dach über dem Kopf“, sagt Preuß gerührt.
Über 100 Antworten gingen in den Bürger- und Stadtteilbüros ein. Davon kamen zehn in die engere Auswahl und am Ende hat die kleine Jolina das Rennen gemacht.
„Die Antwort von Jolina hat uns an die aktuelle Situation der Asylbewerber hier in Deutschland erinnert, darum hat sie uns besonders bewegt und folglich auch den ersten Platz gemacht“, berichtet Gabriele Eisenkopf vom Jugendamt.
Das gespendete Geld kam aus dem Topf der Prävention für Kinder- und Jugendschutz des Jugendamts Heiligenhaus.
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