Special Olympics - Eine globale Bewegung

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Peter Roth (links) und Alexander Fleckenstein beim Unified-Training für die Nationalen Special Olympics Winterspiele in der Neusser Skihalle. Foto: Jakob Dreesmann

Lebenshilfe-Athleten bereiten sich auf Special Olympics Winterspiele vor.

In der Neusser Skihalle wird intensiv trainiert.

Gleich zwei Special Olympics Winterspiele werden im März 2017 ausgetragen, an denen sich die Lebenshilfe-Sportabteilung Kreis Mettmann beteiligt. Vom 06. bis 10. März finden die Nationalen Special Olympics Winterspiele in Willingen statt, an denen zehn Athleten der Lebenshilfe-Abteilung teilnehmen, sechs im Ski Alpin, vier auf dem Snowboard. „Fünf Athleten dieser Mannschaft haben sich für die Special Olympics Welt-Winterspiele in Schladming / Österreich qualifiziert. Nach einer sehr kurzen Verschnaufpause müssen sie also ein zweites Mal um Medaillen und vordere Plätze kämpfen“, berichtet Jakob Dreesmann, Leiter der Lebenshilfe-Sportabteilung und Delegationsleiter der Winterspiele. Um an die Erfolge der letzten Wettbewerbe anknüpfen zu können, werde deshalb schon seit einigen Wochen in der Neusser Skihalle alle 14 Tage intensiv trainiert.

„Neu ist für unser Team, dass wir im Ski Alpin erstmalig bei den Nationalen Winterspielen im Unified teilnehmen, wobei jeweils ein Athlet mit Behinderung und einer ohne Behinderung zusammen abfahren und auch vorher zusammen trainieren“, so Dreesmann. Alexander Fleckenstein von der Lebenshilfe gehe in Willingen zusammen mit Peter Roth im Slalom und Riesenslalom an den Start. „Die Beiden kennen sich schon mehrere Jahre durch die Mitgliedschaft im Skiclub Hilden, dessen Vorsitzender Peter Roth ist, und haben bereits im Training zusammen Erfahrungen gesammelt.“ Und Alexanders Vater Dr. Theo Fleckenstein, der seinen Sohn beim Training begleitet, fügt hinzu: „Peter Roth gilt als ausgezeichneter Skiläufer, er war eine Zeitlang im Leistungskader des Westdeutschen Skiverbandes. Außerdem ist er im Vorstand des gemeinnützigen Vereins „Gemeinsam leben lernen“ aktiv.“ Dreesmann betont: „Unified bei den Special Olympics Wettbewerben ist eine fruchtbare Sache. Gemeinsam trainieren, voneinander lernen und ganz einfach Spaß und Erfolg haben sind tolle Elemente und Erfahrungen

Eine weltweite Bewegung

Special Olympics Deutschland (SOD) ist die deutsche Organisation der weltweit größten, vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) offiziell anerkannten Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Im Jahr 1968 durch Eunice Kennedy-Shriver, einer Schwester von US-Präsident John F. Kennedy ins Leben gerufen, ist Special Olympics heute mit nahezu 5 Millionen Athleten in 170 Ländern vertreten. Im Januar 2013 hat Daniela Schadt die Schirmherrschaft von Special Olympics Deutschland übernommen. SOD ist als Verband mit besonderen Aufgaben Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und verschafft heute mehr als 40.000 Menschen mit geistiger Behinderung selbstbestimmte Wahlmöglichkeiten von behinderungsspezifischen bis hin zu inklusiven Angeboten. Über den Sport hinaus sieht sich SOD als Alltagsbewegung mit einem ganzheitlichen Angebot: So schaffen das Gesundheitsprogramm Healthy Athletes, das Familienprogramm, die Wissenschaftliche Akademie, Unified-Sports und das Volunteering Erfolgserlebnisse und Teilhabemöglichkeiten für den Einzelnen und schieben darüber hinaus gesellschaftliche Prozesse an.
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