Hoppeditz-Erwachen in Velbert: "Das ist ein bisschen wie Silvester"

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Emil Weise führt das neue Prinzenpaar Manuel I. und Sandra I. in ihr neues Amt ein. Anschließend tanzte der stellvertretende Bürgermeister mit der neuen Prinzessin auf der Bühne. (Foto: Ulrich Bangert)
Velbert: Forum Niederberg |

Der Wettergott ist kein Karnevalist: Kurz bevor der Hoppeditz geweckt wurde, stellte sich nasskalter Nieselregen ein. Echte Jecken lassen sich von solch widrigen Umständen aber nicht beeindrucken: Sie schunkeln sich einfach warm.

Vor der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse sorgte eine Samba-Truppe mit heißen Rhythmen für prächtige Stimmung, als ein großer Baustellen-Sattelschlepper vorfuhr. Die Blicke gingen immer wieder zur Uhr. „Gleich ist 11.11 Uhr – das ist ein bisschen wie Silvester“, meinte Festausschuss-Präsident Dennis Fülling. Dann zählte er rückwärts: „Drei, zwei, eins – Hoppeditz erwache!“
Und schon hüpfte Kathi Hochmuth aus der Mulde des Aufliegers: „Hier bin ich!“ Der Obernarr erinnerte an eine kitschige Session, in der Prinz Christian II. seiner Natalie I. auf der Urgemütlich-Sitzung einen Antrag machte, am Rosenmontag wurde im Rathaus geheiratet. Als „Superhelden“ feierte die Närrin das neue Prinzenpaar Manuel I. und Sandra I., „die Zwei haben sich bereit erklärt, so dass unsere Session nicht gegen die Wand fährt.“ Die Riesenbaustelle im Herzen von Velbert geht dem Hoppeditz „auf den Sack“: „Das Forum kann man gar nicht mehr sehen, weil da nur noch Bagger stehen, wegen all dieser Bauplätze gibt es in Velbert kaum noch Parkplätze“, schimpfte der „Hoppe“ und sprach so manchem Velberter aus der Seele.

Feierliche Proklamation am Abend

Am Abend gab es in eben diesen kaum noch sichtbaren Forum Niederberg gleich den nächsten närrischen Höhepunkt: Weil bereits am 12. Februar Rosenmontag ist, wurden am gleichen Tag die neuen Tollitäten proklamiert. Zuerst vollzog Bürgermeister Dirk Lukrafka den Wechsel bei den Kinderprinzenpaaren: von Marcel I. und Marilena I. zu Nico II. und Vanessa I. Dem stellvertretenden Bürgermeister Emil Weise kam die Ehre zu, dem neuen Prinzenpaar die Insignien der närrischen Macht zu überreichen. Beeindruckt von dem harmonischen Auftreten aller Karnevalsvereine im Festausschuss wurde der Kommunalpolitiker richtig neidisch: „So eine Zusammenarbeit würde ich mir für den Rat auch wünschen.“
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