Kraftwerk Voerde: Schweigen im Walde? CDU-Landtagskandidatin Charlotte Quik und die CDU Voerde zeigen sich verwundert ob der Funkstille aus Düsseldorf

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STEAG / RWE Kraftwerk in Voerde (Foto: (c) amelie - fotolia.com)
Voerde: Voerde | „Dass es aufgrund der Energiewende zwangsläufig zu Kraftwerksstillegungen kommen wird, war schon lange absehbar. Von der Regierung des Landes mit dem größten konventionellen Kraftwerkspark Deutschlands darf man daher erwarten, dass sie einen Überblick darüber hat, welche Kraftwerke im Land von einer Stilllegung bedroht sind. Und man darf von dieser Regierung erwarten, dass sie ein Konzept hat, wie die durch die Stilllegung wegfallenden Arbeitsplätze schnellstmöglich ersetzt werden. Insofern ist es – vorsichtig ausgedrückt - erstaunlich, dass Rot-Grün in Düsseldorf die Stadt Voerde mit der nun eingetretenen Situation bislang allein im Regen stehen lässt. Wir erwarten keine Schnellschüsse, aber einen intensiven Dialog, was geschehen kann und muss“, fühlt sich Bernd Altmeppen, Chef der CDU Voerde, im Stich gelassen.

„‘Wir schützen die Vergangenheit nicht vor der Zukunft‘, so steht es im aktuellen Wirtschaftsbericht der rot-grünen Landesregierung. Wer sich das auf die Fahne schreibt, der muss vorausschauend planen, wie sich die Energiewende, die ja nicht erst seit gestern in aller Munde ist, auf die Kraftwerksstruktur auswirkt. Dem muss bewusst sein, dass es hier Veränderungen geben wird und muss Ideen und Pläne haben, was mit der betroffenen Fläche, den Arbeitsplätzen, der Region passieren soll“, ergänzt Charlotte Quik. „Seit über fünf Jahren ist absehbar, dass Kraftwerke geschlossen werden müssen. Davon darf eine Landesregierung nicht überrumpelt werden – genau das ist momentan aber offensichtlich der Fall! Wer ein Land regieren will, von dem darf eine aktive Begleitung des Strukturwandels im Energiesektor erwartet werden. Dass Rot-Grün hier kein Konzept vorweisen kann, ist ein politischer Offenbarungseid.“

Ingo Hülser, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, richtet den Blick in die Zukunft. „Kraftwerksfläche ist Industriefläche und sollte auch als solche erhalten bleiben. Es ist sehr bedauerlich, dass die SPD auch in Voerde beim Wegfall von Industrie immer gleich und ausschließlich an Logistik denkt – das scheint Sozialdemokraten in die Wiege gelegt zu sein, man denke nur an den Opel-Standort in Bochum. Was wir hier in Voerde brauchen, ist der Erhalt wertschöpfender Arbeitsplätze: Nur dann lassen sich auch die befürchteten Auswirkungen auf die Zulieferer des Kraftwerks in Schach halten. Wertschöpfung kann auch in der Logistikbranche erfolgen, aber es schadet sicherlich nicht, über den Tellerrand hinauszuschauen und zu überlegen, welche Nachfolgenutzung für diesen wertvollen Standort in Frage kommt. Darüber hinaus lohnt es sicher, auch einmal darüber nachzudenken, welche Auswirkungen die Ansiedlung weiterer Logistikunternehmen auf den eigenen Hafen hätte. ‚Konkurrenz belebt das Geschäft‘ könnte zu kurz gedacht sein.“

„Die Landesregierung ist in der Pflicht, schnelle und unbürokratische Hilfe für die Stadt Voerde zu leisten. Landes- und Regionalplanung müssen die Möglichkeiten für den Erhalt der Kraftwerksfläche als Industriefläche schaffen. Mittel für die Revitalisierung der Fläche sowie für die Durchführung der Planverfahren müssen zeitnah zur Verfügung gestellt werden. Wir erwarten, dass die Landesregierung sich mindestens in gleichem Maße engagiert wie bei der Strukturhilfe für die Kohlerückzugsgebiete“, unterstreicht Landtagskandidatin Charlotte Quik die Notwendigkeit, zukunfts- und lösungsorientiert zu handeln.
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Klaus Brinkmann aus Voerde (Niederrhein) | 05.11.2016 | 10:09  
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