Mit dem Hund im Einsatz

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Guido und Andrea Drescher brachten ihren ersten Gutschein vom Wattenscheider Weihnachtsbummel direkt zum Einsatz und ließen sich bei "fotogen" an der Voedestraße gemeinsam mit ihren drei Labradoren ablichten. (Foto: fotogen/Bündgen)
 
Regelmäßige Übungen sind fester Bestandteil des Alltags der Rettungshundestaffel. Hier werden Gefahrensituationen in verschiedensten Varianten durchgespielt, um im Ernstfall möglichst effektiv zu suchen. Foto: privat

In diesem Jahr stand der Weihnachtsbummel des Stadtspiegels Wattenscheid ganz im Zeichen des Ehrenamts. Gewinner Guido Drescher engagiert sich seit gut einem Jahr gemeinsam mit seiner Frau bei der Rettungshundestaffel NRW.

Dreimal die Woche wird trainiert, dazu kommen theoretische Einheiten und Übungen während des täglichen Spaziergangs. Mit seinen englischen Labradorhündinnen Grace und Lilly gehört Guido Drescher - ebenso wie seine Frau Andrea mit Labrador Monty - zur Rettungshundestaffel für Feuerwehren NRW e.V., die ihren Sitz an der Wattenscheider Feuerwache hat.
"Wir sind 24 Stunden an 365 Tagen ehrenamtlich auf Abruf im Einsatz", so Guido Drescher. Die Rettungshundestaffel steht den beiden Behörden Polizei und Feuerwehr zur Verfügung. Sie kommt immer dann zum Einsatz, wenn vermisste Personen gesucht werden müssen. Es kann sich dabei sowohl um Demenzkranke oder Unfallopfer als auch um verschüttete oder selbstmordgefährdete Personen handeln. Auch Privatpersonen können die ehrenamtlichen Helfer alarmieren, jedoch setzt die Suche immer eine polizeiliche Bekanntmachung voraus. "In solchen Fällen informieren wir die Polizei, damit der Einsatz abgesichert ist. Eventuell muss auch die Straße abgesperrt werden", erklärt der engagierte Ehrenamtler.
Die Hunde, die gemeinsam mit ihren Herrchen aktiv werden, um im Notfall die Suche aufzunehmen, könnten unterschiedlicher nicht sein: Vom Jack Russel bis zum Deutschen Schäferhund ist alles dabei. "Es ist gut, mit verschieden großen Hunden in den Einsatz gehen zu können. Unser Jack Russel kann beispielsweise Aufgaben in engen Bereichen übernehmen, das hat einen klaren Vorteil", so Andrea Drescher. Grundsätzlich müssen die Hunde Spaß am Suchen haben und dürfen nicht scheu gegenüber Fremden sein. Sie werden im Bereich des Suchens, der Anzeigeübung und der Gewandtheit geschult und trainiert.
Für die prüfungsrelevanten Suchen haben die Rettungshundeteams 20 Minuten Zeit, eine 30.000 Quadratmeter große Fläche abzusuchen. Es müssen zwei bis drei Personen gefunden werden. Bei Einsätzen kann die Zeit differieren, abhängig von Kondition und Witterung. Sofern ein Erschöpfungszustand erkennbar ist, wird das Team gegen ein frisches ausgetauscht.
Im Bereich der Unterordnung muss jeder Hundeführer seinen Hund eigenverantwortlich trainieren. Diese Ausbildung im Bereich der Freifolge (Fußlaufen), der Distanzkontrolle und der Apportierübung wird meistens im Hundeverein oder anderen Rasseclubs abgenommen.
Die Rettungshundestaffel ist ein Verein, der sich durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoren finanziert. So konnte beispielweise durch eine Unterstützung der Stadtwerke Bochum ein Einsatzfahrzeug angeschafft werden. Doch auch für die Suche bedarf es einer Ausrüstung, um entsprechend via Funk und GPS arbeiten zu können. Daher ist die Rettungshundestaffel auf weitere Unterstützung angewiesen.
"Oft ist es so, dass unsere Arbeit vielen Menschen überhaupt nicht bekannt ist. Wir hoffen, dass die Rettungshundestaffel noch mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung tritt, damit wir auch künftig auf einer sicheren Basis arbeiten können", erläutert Guido Drescher den Wunsch aller Mitglieder. Guido und Andrea Drescher brachten ihren ersten Gutschein vom Wattenscheider Weihnachtsbummel direkt zum Einsatz und ließen sich bei "fotogen" an der Voedestraße gemeinsam mit ihren drei Labradoren ablichten. Foto: fotogen/Bündgen

Weitere Informationen zur Rettungshundestaffel der Feuerwehren NRW e.V. gibt es im Internet unter www.rhs-feuerwehr-nrw.de
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