Unwetter in der Stadt: Über 350 Feuerwehreinsätze nach Starkregen und Gewitter

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So sah es am Donnerstag an der Josephinenstraße aus. (Foto: Julia Schröder)
Ein heftiges Hitzegewitter am Donnerstagnachmittag (20.) sorgte bis 16:30 Uhr für 357 Feuerwehreinsätze in Bochum. Besonders betroffen waren die südlichen und östlichen Stadtteile.

Um 13:42 Uhr ging der erste Anruf in der Leitstelle ein, der einen vollgelaufenen Keller an der Straße „Auf dem Kalwes“ meldete. Ab diesem Moment standen die Notruftelefone in der Leitstelle bis 16:30 Uhr nicht mehr still. Insgesamt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 357 Einsätze in Verbindung mit dem Starkregen gemeldet. In den meisten Fällen waren Keller und Wohnungen voll Wasser gelaufen. An der Salzstraße mussten die Einsatzkräfte eine Rollstuhlfahrerin aus ihrer überfluteten Wohnung retten. Sie konnte sich mit ihrem Rollstuhl nicht mehr selbst in Sicherheit bringen, als das Wasser in die Wohnung eindrang. Die Frau wurde mit Verdacht auf Unterkühlung in ein Krankenhaus transportiert. Die Wohnung wurde anschließend mit mehreren Tauchpumpen leer gepumpt.
Auch viele Straßen wurden durch den Starkregen überflutet. Auf dem Opelring stand z.B. ein Fahrzeug bis zum Außenspiegel im Wasser. Die Fahrerin konnte sich glücklicherweise noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr unverletzt in Sicherheit bringen.

Neben Privatwohnungen und Kellern waren aber auch viele Betriebe, Geschäfte, Tiefgaragen, Schulen, Kindergärten und auch das Schauspielhaus und das Starlight Theater betroffen.

Insgesamt sind derzeit rund 150 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr mit über 40 Fahrzeugen im Dauereinsatz. Unterstützt werden sie durch 40 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes.
Derzeit sind noch 180 Einsatzstellen offen. Daher wird es noch einige Stunden dauern, bis alle Einsätze abgearbeitet sind.
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