Ideen für den Park am Ehrenmal gesucht / Parkfest für Bürgerbeteiligung

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Daniela Schaefers und Alexander Kutsch vom Stadtteilmanagement laden zum Parkfest ein, bei dem sich die Wattenscheider mit Ideen zur Neugestaltung des Parks am Ehrenmal einbringen können.

Langsam rollen weitere Projekte der Sozialen Stadt Wattenscheid an. Als nächstes startet die Bürgerbeteiligung für die Neugestaltung des Parks am Ehrenmal südlich der Innenstadt. Um möglichst viele Wattenscheider und ihre Ideen ins Boot zu holen, lädt das Stadtteilmanagement am Freitag, 23. September, von 15 bis 18 Uhr zu einem Parkfest ein.

Das Fest mit Spielmobil, Infoständen sowie Kaffee und Kuchen soll den Bürgern zum einen die Möglichkeit geben, sich über die geplante Umgestaltung der Parkanlage zu informieren. Dazu werden neben Vertretern des Stadtteilmanagements auch Landschaftsarchitekten des Planungsbüros DTP, Fachplaner des Grünflächenamtes und Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Polizei vor Ort sein. Zusätzlich werden thematische Spaziergänge zum Beispiel zum Thema Denkmalwert oder zu der Fragestellung, in welche Richtung die Gestaltung gehen kann, angeboten.„Es sollte keine Frage offen bleiben“, hofft Karsten Schröder vom Stadtteilmanagement.
Zugleich haben die Veranstalter aber eine Frage an die Wattenscheider Bürger, nämlich die Frage, wie der Park künftig gestaltet werden soll. Der Spielplatz, wenn auch nicht zwangsläufig in der jetzigen Form, und auch Sportmöglichkeiten wie die zwei alten Bolzplätze sollen erhalten bleiben, aber wie diese Elemente und auch der übrige Park künftig aussehen sollen, können die Bürger mitbestimmen. Beim Parkfest können sie daher Anregungen und Ideen los werden.

Senioren und Kinder

Senioren und Kinder sollen sich gesondert beteiligen können. Dazu gibt es für Senioren am Mittwoch, 14. September, von 15 bis 17 Uhr eine Quartiers-Werkstatt zur Bürgerbeteiligungsaktion im Caritas-Zentrum an der Propst-Hellmich-Promenade 29. Als Anlieger des Parks am Ehrenmal können sich außerdem die Kinder des Kindergartens am Bußmannsweg explizit in die Planung einbringen, aber auch die Meinung von Jugendlichen ist gefragt.
Grundsätzlich möchten die Verantwortlichen den Bürgern keine Vorgaben machen. „Wir werden keinen fertigen Plan vorstellen“, betont Schröder. Was jedoch letztlich umgesetzt werden kann, bleibt abzuwarten. Nicht zuletzt setzt das Budget von insgesamt 604.000 Euro der Neugestaltung Grenzen. „Wir nehmen alle Anregungen auf und müssen dann abwägen“, erläutert Falko Kupsch vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt. Auch Lärmschutz und eventuelle Nutzungskonflikte gelte es dabei zu bedenken.

Bezirksvertretung fällt Entscheidung

Sollte eine Anregung im Park am Ehrenmal nicht verwirklicht werden können, bestehe aber die Möglichkeit, dass diese Idee an einer anderen Stelle innerhalb des Fördergebiets der Sozialen Stadt Wattenscheid Wirklichkeit werden könne, macht Dr. Nils Leber vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt Hoffnung, dass auch abgelehnte Vorschläge eine Zukunft haben können.
Die endgültige Entscheidung auf Basis der Planung, die im Oktober oder November noch einmal der Öffentlichkeit präsentiert wird, fällt die Bezirksvertretung. Baubeginn für den neu gestalteten Park am Ehrenmal soll im Frühjahr oder Sommer 2017 sein.

Stadtteilbeirat steht fest

Ebenfalls läuft jetzt die Arbeit des Stadtteilbeirats an, der über die Mittel des Verfügungsfonds der Sozialen Stadt Wattenscheid beschließt. Dem Beirat gehören 16 Mitglieder an: acht Vertreter verschiedener Institutionen sowie acht Bürger. „Es gab 19 Interessenten“, freut sich Daniela Schaefers vom Stadtteilmanagement über das Engagement der Wattenscheider für ihren Stadtteil. Von ihnen wurden nun acht Menschen ausgelost.
Jeweils bis zu 5.000 Euro können Bürger und Initiativen aus dem Verfügungsfonds beantragen, um damit ein Projekt im Gebiet der Sozialen Stadt zu realisieren. Insgesamt stehen jährlich knapp 87.000 Euro zur Verfügung. Bei der Bearbeitung der Anträge stehen die Mitarbeiter des Stadtteilmanagements den Bürgern beiseite, um sicherzustellen, dass die Anträge den formalen Förderkriterien entsprechen.

Anträge für Projekte

Die ersten beiden Anträge liegen schon vor. Fünf weitere sind in Arbeit. „Eines stammt zum Beispiel aus dem kulturellen Bereich“, verrät Alexander Kutsch vom Stadtteilmanagement. Auch ein Workshop zur Weiterbildung und ein Jugendprojekt sind darunter. Nun sind die Wattenscheider aufgerufen, mit weiteren Projektideen auf das Stadtteilmanagement zuzugehen.
Die erste Sitzung des Beirats findet am Mittwoch, 28. September, statt. Sie wird nicht öffentlich sein, aber im Schaufenster des Stadtteilbüro an der Westenfelder Straße 1 soll stets im Anschluss ausgehängt werden, welche Projekte genehmigt wurden.
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