Leichtathletik: Bekommt Krebs nachträglich eine Medaille?

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Gemischte Gefühle bei Denise Krebs. FOTO: Peter Mohr
Die Rechnung ist einfach – und für die deutsche Leichtathletik nicht unerfreulich: Die Wattenscheider Mittelstrecklerin Denise Krebs hat Anspruch auf eine Universiade-Medaille, da mittlerweile zwei Läuferinnen, die 2011 vor ihr platziert waren, wegen Dopings gesperrt wurden.

Zwei Russinnen – Yekaterina Ishowa und Yelena Arzhakova. Das Duo hatte am 21. August 2011 im chinesischen Shenzhen über 1.500 Meter die Plätze drei und vier belegt. Krebs war mit persönlicher Bestleistung (4:07,70 min) auf einem hervorragenden fünften Platz gelandet. Doch nun rutscht sie nach vorn.
Ishova, die EM-Vierte von Helsinki, wurde jetzt vom Russischen Verband aufgrund von Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln für zwei Jahre gesperrt. Sämtliche Ergebnisse seit dem 12. Juli 2011 werden gelöscht. Arzhakova war bereits zuvor wegen unnormaler Blutwerte aus dem Verkehr gezogen worden. Auch bei der 800-Meter-Goldmedaillengewinnerin von Helsinki wurden die Resultate ab dem 12. Juli 2011 annulliert.
Das Universiade-Rennen war am 21. August. Bronze in Aussicht – dennoch sind es gemischte Gefühle, mit denen sich die Wattenscheiderin jetzt konfrontiert sieht: „Soll man sich darüber freuen? Aber es ist ein positives Zeichen, dass diese Leute auffliegen. Mir bringt das natürlich für den Moment nichts. An dem Tag waren fast 40.000 Chinesen im Stadion. Die Siegerehrung wäre ein Traum gewesen. Von daher ist man natürlich enttäuscht. Aber ich erinnere mich gut an den Tag: Ich hatte mich trotz einiger taktischer Fehler auf den letzten 300 Metern sehr über die Zeit gefreut. Andererseits lag ich nur eine Hundertstel hinter der Vierten, und schon am Abend habe ich wieder gedacht: Vielleicht wäre hier mehr möglich gewesen.“ Nun ist es trotz gemischter Gefühle Platz drei.
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