Wattenscheider kommst du nach Essen - was für eine Negativstimmung bei den Gastgebern!

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Hat in Essen bei den Zuschauern offensichtlich kaum noch Kredit: Waldemar Wrobel, Trainer von Rot-Weiß. (Foto: Andreas Molatta)

Es war ein eigenartiges Regionalligaspiel am Dienstagabend in Essen - nicht nur weil die SG Wattenscheid 09 nach zig Jahren mal wieder live im Free-TV sogar auf Mallorca zu sehen war.

Selten so eine aggressive Stimmung auf der Haupttribüne und im Fanblock gegen das eigene Team und speziell gegen den eigenen Trainer erlebt. Fast schüchtern drehte sich Essens Coach Waldemar Wrobel immer wieder zu den Krakehlern auf den nahezu teuersten Plätzen um. Und selbst als RWE traf, gab es nicht etwa Jubel über den kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich, sondern weitere lautstarke "Wrobel raus"-Rufe.

Wohlgemerkt hat der Essener Coach mit seinem Team 12 Punkte und schon den einen oder anderen Dreier errungen, während Gäste-Trainer Andre Pawlak mit seinem Team weiterhin auf den ersten Sieg in der neuen Spielklasse warten muss. Fünf Unentschieden und drei Niederlagen bedeuten fünf Punkte auf der Habenseite vor den schweren Aufgaben am Samstag, 28. September (Anstoß 14 Uhr) gegen Spitzenreiter SF Lotte am Mittwoch, 2. Oktober, Anstoß 19.30 Uhr bei Borussia Mönchengladbachs Reserve und voraussichtlich am Sonntag, 6. Oktober, 13.30 Uhr, gegen die Zweite des VfL Bochum.

Keinesfalls negative Grundstimmung gegen Team und Trainer verbreiteten die rund 500 09-Fans im Gästeblock, der mit Sichtblenden und Zäunen wie ein Hochsicherheitstrakt vom restlichen Tribünengeschehen abgetrennt war. Sicherlich irgendwie enttäuscht über das erneute Liegenlassen wichtiger Punkte, aber auch anerkennend, welch starke und mannschaftlich geschlossene Leistung beim Nachbarn in Essen abgeliefert wurde.
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Julian Brock aus Essen-Borbeck | 25.09.2013 | 10:42  
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