Wie "Hans im Glück"? Kuriose Idee eines Jugendlichen in Wesel endete mit einer Strafanzeige

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 Es war beinahe so wie bei "Hans im Glück". Doch anders als im Märchen, tauschte ein 17-Jähriger nicht Gold gegen ein Pferd, sondern angeblich ein Auto gegen ein Damenrad, was ihn wiederum eher ins Unglück führte. Doch wie kam es dazu?

Das Rad war ursprünglich für seine Freundin bestimmt, doch die Beziehung zerbrach und somit hatte der 17-jährige Weseler keine Verwendung mehr für das neue Fahrrad. Das brachte ihn auf die Idee, es im Internet gegen ein Auto zu tauschen. Gedacht, gemacht. Und prompt ließ sich ein Verkäufer eines dunkelblauen VW Polo auch auf den Handel ein.

Als stolzer Besitzer hatte er sich bereits beim Schildermacher Kennzeichen anfertigen lassen und startete gestern Abend mit einem weiteren 17-Jährigen aus Wesel seine erste Spritztour.

Doch gegen 23.30 Uhr erregte er die Aufmerksamkeit eines Polizeibeamten, da auf dem Dach des Wagens Abfall lag.

Umgehend wendete der Kollege den Streifenwagen, um den Fahrer an der Werner-von-Siemens-Straße anzusprechen. Zunächst erweckte der 17-Jährige den Anschein, auf die Anhaltezeichen des Polizisten an der Nordstraße zu reagieren, gab im weiteren Verlauf aber Gas und bog links in die Lübecker Straße ein.

Daraufhin forderte der Beamte Verstärkung an, während der Weseler über die Alexander-Hegius-Straße, die Straße Färberskamp, den Emil-Nohl-Weg und anschließend über weitere Straßen seinen Ausflug fortsetzte.

Unmittelbar vor der Einmündung des Eimerswegs fuhr er sich dann an einer Feldkante fest.

Hierbei stellten die Polizistinnen und Polizisten fest, dass die Kennzeichen am PKW weder ein Kreissiegel noch eine TÜV-Plakette hatten und das Auto bereits seit dem 08. August 2016 außer Betrieb gesetzt war. Die für den Roadtrip erforderliche Fahrerlaubnis hatte er auch nicht.

Die Beamten übergaben die Jungen anschließend in die Obhut der Angehörigen, den Polo stellten sie sicher.

Das Verkehrskommissariat muss jetzt nicht nur die Eigentumsverhältnisse klären, sondern zudem den Wahrheitsgehalt der Geschichte.
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