Grüne Wesel: Die Kiesindustrie muss endlich die Frage der Nachhaltigkeit beantworten!

Niemand bezweifelt den enormen Beitrag, den die „alten“ Industrien Kohle, Stahl und Kies für den wirtschaftlichen Aufstieg unseres Landes und den Wohlstand der Bürgerinnen und Bürger geleistet haben. Die neuen Aufgaben unseres Jahrhunderts sind der Klimawandel und die soziale Gerechtigkeit in einer auf 10 Milliarden anwachsenden Weltbevölkerung. Diese Aufgaben können nicht mit einem unbegrenzten Wachstum des Ressourcenverbrauchs gelöst werden.
Zu den knappen Ressourcen gehört auch landwirtschaftlich nutzbarer Boden, der auch bei uns in Wesel durch eine Vielzahl von Nutzungsansprüchen hart umkämpft wird. Es werden Flächen für Wohnbebauung und Gewerbeansiedlungen, für Straßen, Schienen und Häfen, für Erholung, Landschaftsschutz und für Land- und Forstwirtschaft gebraucht.
Allein von 1995 bis 2010 sind in Wesel 639 ha landwirtschaftliche Flächen umgewandelt worden. Davon alleine 240 ha für Kiesabgrabungen. Die aktuellen Landes- und Gebietsentwicklungspläne weisen Flächen zur Kiesgewinnung aus, die den Bedarf noch ca. 20 Jahre decken. Damit ist nicht der Bedarf an Baustoffen in der Region gemeint, sondern die Menge, die von der niederrheinischen Kieswirtschaft in den zurückliegenden Jahren am weltweiten Markt verkauft werden konnte.
Die Weseler Grünen fordern die Kiesindustrie auf, endlich nachhaltige Konzepte zur Bereitstellung von Bauwerkstoffen zu entwickeln.

Autor:

Manuela Ostwald-John aus Wesel

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